Sport 2000 bleibt optimistisch
Eine Umsatzdelle macht noch keinen Abwärtstrend: Der Mainhausener Einkaufs- und Marketingverbund hält im aktuellen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von mehr als 3,5 Prozent für möglich – wenn die Händler alles richtig machen und das Wetter mitspielt.
Rund 20% aller Filialen sind im Sport 2000 Design gehalten
Das Wetter meinte es in 2011 gar nicht gut mit dem deutschen Mode- und Sportfachhandel, das bekamen auch die Sport 2000 Partner zu spüren. Nach einem Plus von 10,3% im Vorjahr, sank der kumulierte Einzelhandelsumsatz in 2011 um 2,6% auf 1,49 Mrd. Euro. Der Verbund selbst konnte hingegen den Zentralregulierungsumsatz um 9,6% auf 722,2 Mio. Euro steigern. „Anstatt sich an einem Durchschnittswert der Vorjahre zu orientieren, wurde fast jeden Monat der Vergleich mit dem Referenzwert 2010 gesucht. Das hat leider schon bei der Disposition zu Limitüberschreitungen geführt“, erklärt Sport 2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf das Gefälle im Vergleich zum Vorjahr. Dabei lag die durchschnittliche Wachstumsrate in den letzten fünf Jahren bei immerhin 3,9%. Problematisch entwickelte sich allerdings die Abverkaufsquote vieler Händler, deren Lagerbestand um 10,9% über dem Vorjahr lag, bei Winterware waren es sogar 18%. Damit fehlten vielen Händlern nicht nur der Platz, sondern auch die finanziellen Mittel, um neue Ware zu ordern. In vielen Fällen konnte allerdings die DZB Bank, die Bank der ANWR Gruppe, aushelfen.
Insgesamt nahm die Zahl der Sport 2000-Partner im Jahr 2011 mit 186 neuen Türen weiter zu. Mittlerweile gibt es 1.316 Verkaufsstandorte, davon sind 225 im Sport 2000-Design gehalten.
Sport 2000 Geschäftsführer Andreas Rudolf hält 3,5% mehr Umsatz für möglich
Plus 3,5% können drin sein
Für das Jahr 2012 ist Sport 2000 sehr optimistisch. Der Sportfachhandel wird von der Fußball-EM profitieren. Wenn überdies das Wetter mitspielt, ist ein Umsatzplus von 3,5% oder sogar mehr realistisch. Da sich das Wetter aber nicht beeinflussen oder vorhersagen lässt, rät Sport 2000 seinen Händlern dazu, den Anteil von Winterwetterartikeln von derzeit 24% auf 20% zu senken. Im Bereich Outdoor sind die „fetten Jahre“ zwar vorbei, dennoch werden auch hier weiterhin ein „moderates Wachstum und sichere Erträge“ erwartet. Überdies können die Sport 2000 Partner vom Gesundheitstrend, nachhaltiges Denken in immer mehr Lebensbereichen und eine hohe Serviceorientierung.
Dennoch wird der Konkurrenzdruck durch Onlinehandel, Filialisten und Discounter immer größer. Um diesem Druck standzuhalten, müssen Händler mit neuen Konzepten punkten. Statt ebenfalls auf Onlinehandel zu setzen, sollten sich Händler besser auf Mehrwert beim lokalen Shopping konzentrieren, aber im Internet sichtbar sein. Sport 2000 bietet in dieser Hinsicht Unterstützung. Zusätzliche Hilfestellung erhalten Sport 2000 Händler durch das „Freetail“-Kooperationskonzept, das ab Januar 2013 umgesetzt wird, und durch das die betriebswirtschaftlichen Kennziffern der Händler durch zentral gesteuerte Dienstleistungs- und Warenprogramme verbessert werden sollen.
Fotos: Sport 2000 Deutschland GmbH







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