Platzhirsche bestimmen den Modefachhandel
Für die meisten Modefachhändler war 2010 ein gutes Jahr. Nach den ersten Berechnungen des BTE konnten insbesondere die größeren Mittelständler und die Platzhirsche überdurchschnittlich gut abschneiden.
Insbesondere die Großen im Modefachhandel konnten von der wirtschaftlichen Erholung in 2010 profitieren
Nach ersten Berechnungen des Einzelhandels-verbandes BTE kann der Modehandel in 2010 mit einem Plus von 3 bis 4 Prozent abschließen. Besonders gut verlief das zweite Halbjahr, bei dem viele Modehäuser sogar einen zweistelligen Umsatzanstieg verzeichnen konnten. Nach Auskunft des BTE haben die vorliegenden Umsatzmeldungen der einzelnen Berichtskreise durchweg ein „ordentliches Umsatzplus“ errechnet. Das gilt auch für die amtliche Umsatzstatistik für den „Einzelhandel mit vorwiegend Bekleidungen“, die für 2010 ein vorläufiges Plus von 4% ausgeworfen hat. Der „Einzelhandel mit Textilien“ (vor allem Betten- und Haustextilgeschäfte) kann ein Plus von 1,6% verbuchen.
Grundsätzlich ging es insbesondere den Großen der Branche gut: größere Mittelständler und die üblichen Modeketten konnten nach BTE-Erkenntnissen überdurchschnittlich abschneiden, was auch an dem professionellen Warenmanagement liegt. Die Entwicklung stimmt mit der Erkenntnis überein, dass sich die Marktanteile im Modehandel immer weiter verdichten. Einige kleinere und mittlere Fachgeschäfte, insbesondere in frequenzarmen Lagen, mussten dagegen in 2010 ein Umsatzminus hinnehmen. Der BTE weist darauf hin, dass viele Erhebungen bei ihrer Durchschnittsberechnung eine Umsatzgewichtung vornehmen, und dadurch die Ergebnisse dieser Kleinbetriebe weniger stark ins Gewicht fallen. Daher wäre sogar möglich, dass die Mehrzahl der Unternehmen trotz des Gesamtzuwachses der Branche im letzten Jahr einen Umsatzrückgang erlitten hat.
Erfreulich ist dagegen, dass einige Modehäuser wachsende Umsätze aus den Online-Aktivitäten verbuchen konnten. Der „Versand- und Internethandel mit vorwiegend Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren“, konnte das Umsatzvolumen in 2010 um 9,6% steigern.
Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Branche trotz einiger Ausnahmen wieder Fahrt aufnimmt. Allerdings waren verwandte Branchen wie der Schuh, Sport- oder Lederwarenfachhandel in 2010 noch erfolgreicher. So weist die amtliche Statistik für den Schuhfachhandel ein vorläufiges Umsatzplus in Höhe von 7,1%, für den Sportfachhandel von 8,1% und für den Lederwarenfachhandel sogar von 8,7% aus.
Foto: via flickr





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