Ottos Halbjahresbilanz
Der Hamburger Versandhändler zieht nach einem halben Jahr Bilanz. Fazit: Die Geschäftsentwicklung übertrifft die gesteckten Ziele. Zudem zeigen die getätigten Werbekampagnen erste Erfolge für den Online-Shop. Weitere Investitionen stehen bevor.
Die Otto Group investierte bisher einen zweistelligen Millionenbetrag in den Onlineshop
Nachdem der Versand- und Dienstleistungskonzern Otto Group im vergangenen Geschäftsjahr 2012/13 ein sehr gutes Geschäftsergebnis vorweisen konnte, ist er weiter auf Wachstumskurs. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres (März bis einschließlich August 2013) legt der Versandhändler OTTO, die Kerngesellschaft der Otto Group, sowohl im bei Gesamtumsatz als auch bei Profitabilität deutlich zu.
Die Zielrichtung für das Geschäftsjahr 2013/14 lautete: Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich bei etwa gleichbleibender Profitabilität. „Die Geschäftsentwicklung übertrifft unsere Erwartungen in jeglicher Hinsicht. Dies ist gerade mit Blick auf das schwierige Marktumfeld im Textilhandel beachtlich. Nach Abschluss des ersten Halbjahres liegen wir deutlich über der eigenen Planung“, hält Alexander Birken, Konzernvorstand Multichannel-Distanzhandel und Sprecher Otto, fest. „Hanseatisch zurückhaltend prognostiziert, werden wir das Geschäftsjahr mit einem hohen einstelligen Umsatzwachstum und einer erheblichen Rentabilität abschließen.“
Das gute Ergebnis ist vor allem der breiten Markenoffensive geschuldet. So konnte die Nettoreichweite von otto.de insbesondere bei Neukunden deutlich ausgebaut werden. Werbekampagnen machten es möglich, dass die Besuchszahlen im Kampagnenzeitraum um bis zu 25% stiegen. Besonders bemerkenswert ist dabei der Anstieg der Besuche bei Frauenmode, die ein Plus von über 200% verzeichnete. Der Erfolg gibt ihnen recht, daher soll der Online-Shop einem Relaunch unterzogen werden. „Wir erwirtschaften mittlerweile weit über 80% des Gesamtumsatzes im Internet. Folgerichtig werden wir auch nach Launch des neuen Webshops, einen weiteren zweistelligen Millionenbetrag in die Fortentwicklung investieren.“, so Birken weiter.
Zudem will Otto seine Rolle als Online-Möbelanbieter im deutschsprachigen Raum weiter ausbauen. Für Ende dieses Jahres sowie Anfang kommenden Jahres stehen maßgebliche Investitionen in diesem Segment. Mit Collins soll ein neuer Player am Markt etabliert werden. „Es gilt Marktchancen zu nutzen, wann immer sie sich bieten. Über neue Angebotskonzepte und die Sortimentsverbreiterung wollen wir allein im Möbelsegment bis 2015 einen Umsatzzuwachs im dreistelligen Millionenbereich realisieren“, erläutert Birken. „Für den Gesamtumsatz 2015 haben wir uns mit 2,5 Mrd. Euro ebenfalls eine klare Zielmarke gesetzt.“
Foto: Otto








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