Technische Textilien „Made in East Germany“ entpuppen sich zum Exportschlager. In 2015 konnte die Nord-Ostdeutsche Textilindustrie ein gutes Umsatzplus verbuchen, auch wenn es für die Bekleidungsunternehmen nicht so gut lief.

Technische Textilindustrie erlebt in Ostdeutschland eine gute Nachfrage

Technische Textilindustrie erlebt in Ostdeutschland eine gute Nachfrage

2015 lief für die ostdeutsche Textilindustrie deutlich besser als erwartet. Der Umsatz stieg laut Angaben des in Chemnitz ansässigen Branchenverbands vti um 7,1% auf 1,8 Mrd. Euro. Der Export legte um 11% auf 644 Mio. Euro zu. Während die ostdeutsche Branche einige Erfolge mit technischen Textil-Innovationen und Spezialprodukte für die Auto- oder Luftfahrtindustrie oder das Gesundheitswesen aufweisen konnten, verlief es für die Bekleidungsfirmen eher durchwachsen. Obwohl der Export um fast 10% erhöht werden konnten, mussten die Bekleidungsunternehmen, die für 20% des Umsatzes des vti stehen, einen Umsatzrückgang um knapp 5% hinnehmen. „Unsere Anfang der 1990er-Jahre totgesagte ostdeutsche Branche hat sich mit Hightech-Ausstattungen sowie mit konkurrenzfähigen Produkten und Leistungen zukunftsfähig aufgestellt“, konstatiert vti-Hauptgeschäftsführer Bertram Höfer. Er setzt große Hoffnungen auf die neue Messe für Technische Textilien „mtex+“, die vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 in Chemnitz stattfinden wird und der Branche einen weiteren Kick geben soll.