Gute Stimmung bei den Ossis: Mit Optimismus startet die ostdeutsche Textilbranche ins neue Jahr. Man rechnet mit einem Umsatzanstieg um rund 200 Millionen Euro. Ganz zufrieden ist man dennoch nicht.

Die ostdeutsche Textilindustrie ist wieder optimistisch

Erneut kann die ostdeutsche Textilbranche in 2013 auf eine stabile Entwicklung zurückblicken. Ersten Schätzungen des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (vti) zufolge hat sich der Gesamtumsatz mit 1,6 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres halten können. Während es in der ersten Jahreshälfte Umsatzeinbußen wegen der Krise im Euro-Raum gab, lief zum Jahresende hin besser: „Die Nachfrage hat in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres wieder angezogen“, sagte der vti-Hauptgeschäftsführer Bertram Höfer am Montag auf einer Tagung in Chemnitz. Läuft es wie erhofft weiter rund, könnten die Umsätze auf 1,8 Mrd. Euro steigen. Den Großteil, etwa die Hälfte des Umsatzes, wird mit technischen Textilien erlöst.

Höfer warnte allerdings – wie auch schon vor zwei Jahren – vor steigenden Energiekosten. Die weiter von der Bundesregierung forcierte Energiewende sei zwar richtig, belaste aber die Textilhersteller „in unzumutbarer Weise“. Die Branche erwartet von der Bundesregierung eine mittelstandsfreundliche Energiepolitik und werde weiter juristisch gegen die Umlage vorgehen.

Foto: Messe Frankfurt / Texprocess