Ostdeutsche Textiler bekommen mehr Geld
Chemnitzer Frieden: Nach verschiedenen Warnstreiks haben Arbeitgeber und IG Metall in der vierten Verhandlungsrunde endlich ein für beide Seiten akzeptables Ergebnis heraushandeln können. Die Beschäftigten bekommen in den nächsten zwei Jahren insgesamt 5,6 Prozent mehr Geld.
Chemnitzer Friede: Die IG Metall und der vti einigten sich auf einen neuen Tarifvertrag
Im Tarifstreit der ostdeutschen Textilindustrie ist endlich Ruhe eingekehrt – zumindest bis März 2015. In Chemnitz einigten sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband vti über einen 24-Monate dauernden Tarifvertrag. Dieser sieht vor, dass die Löhne und Gehälter der rund 16.000 Beschäftigten um insgesamt 5,6% angehoben werden. Zunächst sollen im April 60 Euro mehr bezahlten werden. Danach erhalten die Beschäftigten für 14 Monate ein Plus von 3% und danach ein weiteres Plus von 2,6%. Proportional wird auch das Urlaubsgeld angepasst. Der jährliche Arbeitgeberanteil zur betrieblichen Altersversorgung steigt von 230 auf 360 Euro. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ebenfalls (im 1. Jahr auf 650 Euro, im 2. Jahr auf 700 Euro, im 3. Jahr auf 750 Euro und im 4. Jahr auf 800 Euro). Zudem wird den Azubis nun die unbefristete Übernahme zugesichert. Einen weiteren Sieg konnte die IG Metall mit einem Tarifvertrag zur Förderung einer demografischen Altersteilzeit erringen.
Für die IG Metall haben sich durch den Abschluss eine Reihe von Forderungen erfüllt. Die Gewerkschaft hatte in den letzten Wochen mit Warnstreiks in verschiedenen Betrieben Druck auf die Arbeitgeberseite gemacht. Der vti hatte die Forderungen der IG Metall zuvor als überzogen abgelehnt, musste jetzt aber einlenken.
Foto: IG Metall







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