Mit Nachdruck: Die IG Metall erhofft sich für die vierte Tarifrunde ein besseres Angebot. Sie fordert 5% mehr Geld und baut mit ersten Warnstreiks weiter Druck auf.

Textil-Tarifrunde

Wie viel mehr ist fair? Die vierte Tarifrunde steht an und die Vorstellungen liegen weit auseinander

Nachdem am 26. März die dritte Tarifrunde zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeberverbund vti gescheitert war, wurde jetzt ein vierter Verhandlungstermin am 19. April festgesetzt. Allerdings herrscht mit Auslaufen des Tarifvertrags am 31. März seit dem 1. April ein tarifloser Zustand, der den Arbeitnehmern auch Warnstreiks erlaubt. Die IG Metall hat bereits in mehreren ostdeutschen Textilbetrieben dazu aufgerufen, die Arbeit für einige Stunden niederzulegen. Erste Streiks gab es u.a. bei der Getzner Textil Weberei in Gera. Nach Möglichkeit soll in den nächsten Tagen und Wochen jeweils ein anderes Unternehmen bestreikt werden.

Mit diesen Aktionen will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und sie dazu bewegen ihr „mageres Angebot“ nachzubessern. „Die Arbeitgeber müssen begreifen, dass wir’s ernst meinen“, so Michael Jung, der für die IG Metall die Verhandlungen führt. Zuletzt hatten die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, dass nach zwei Nullmonaten, über vier Monate lang Einmalzahlungen in Höhe von 50 Euro vorsah, gefolgt von einer Erhöhung des Tarifentgelts um 2,7% für 13 Monate und weitere 2% für die restlichen 24 Monate. Diese Angebot war der IG Metall zu niedig und zu lang – sie fordert 5% mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten und eine Regelung der Altersteilzeit.

Foto: IG Metall