Es kann nur besser werden! Laut einer repräsentativen Umfrage des BTE war 2015 ein durchwachsenes Jahr für den mittelständischen Modehandel. Frequenzverlust und Online-Wettbewerb machen Sorgen, dennoch bleiben die Händler optimistisch.

Stell dir vor, es ist Samstag - und keiner ist da! Frequenzverlust ist die größte Sorge deutscher mittelständischer Modehändler

Stell dir vor, es ist Samstag – und keiner ist da! Frequenzverlust ist die größte Sorge deutscher mittelständischer Modehändler

Eher positiv: Während 36% der Modehändler einen Umsatz-Rückgang in 2015 erlebten, berichten 44% von einem Plus

Eher positiv: Während 36% der Modehändler einen Umsatz-Rückgang in 2015 erlebten, berichten 44% von einem Plus

Gemischt war das Fazit mittelständischer Modehändler auf die BTE-Umfrage 2015: 36% beklagen einen Umsatzrückgang, 19% schafften ein Pari, aber immerhin 44% auch ein Umsatzplus (19% von ihnen sogar von mehr als 3%). Dabei entwickelten sich die Erträge ähnlich: 43% meldeten ein verbessertes Betriebsergebnis, bei 24% war es stabil, während es bei 33% unter dem Vorjahr lag. Belastet wurden die Erträge vor allem durch vielfach höhere Abschriften und Kosten. So haben sich die Preissenkungen im letzten Jahr bei 41% der Umfrageteilnehmer erhöht und nur bei 26% verringert. Das restliche Drittel meldete keine nennenswerte Veränderung. Kaum anders verlief die Entwicklung der Kosten, die sich bei 37% erhöhte, aber nur bei 28% verschlechterte. 35% sahen keine Veränderung.

Mehr mit weniger

Der Trend der letzten Jahre hinsichtlich Frequenz und Durchschnittsbon bestätigte sich auch in 2015: Während die Kundenzahl in der Regel sankt (63%), stieg der durchschnittliche Umsatz bei immerhin 59%. Nur 16% aller Händler berichteten von einer Frequenzerhöhung. Bei weniger als jedem zehnten lag der Durchschnittsbon unter dem Vorjahr.

Das drückt und zwickt es: Die Sorgen des Modehandels

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Problemzonen für den Modehandel

Nicht unbegründet macht sich der Modehandel über die nach wie vor rückläufige Kundenfrequenz Sorgen (69%). Fast genauso wichtig (und wohl damit einhergehend) ist der zunehmende Wettbewerb mit dem Internet (64%), aber auch mit den eigenen Lieferanten, die Kunden online oder mit eigenen Läden abwerben (61%). Weiter abgeschlagen folgen weniger „dringende“ Probleme wie Bindung und Gewinnung guter Mitarbeiter (33%), Umsatzverluste bei bislang marktstarken Lieferanten (31%), die allgemeine Entwicklung der Umsätze (27%), die saisongerechte Warensteuerung (26%) sowie die Einkaufspreisentwicklung (20%) und die Entwicklung der Personalkosten (18%). Wenig Gedanken machen müssen sich Händler über Produktionsbedingungen in Fernost – die Mehrheit registrierte auf Kundenseite keine oder nur vereinzelte Nachfragen diesbezüglich.

Trotzdem: Optimismus siegt!

Für 2016 rechnen die meisten Modehändler (43%) mit einem Umsatzplus, 43% gehen immerhin von einem Pari aus und nur 13% erwarten einen Umsatzrückgang. In seinen Auftritt investieren will jeder zehne Modehändler: dabei stehen Ladenbau und Visual Merchandising sowie Schulung des Verkaufspersonals ganz oben auf der Liste.