Metro bietet Kaufhof wieder an
Wieder zu haben! Nach dem Einstieg des österreichischen Immobilienentwicklers Rene Benko bei Karstadt macht sich auch Metro-Chef Olaf Koch wieder Hoffnungen, seine Warenhauskette verkaufen zu können – allerdings zu einem besseren Preis als vor anderthalb Jahren.
Immer noch zu haben: Galeria Kaufhof
Olaf Koch, CEO der Metro Group, hat den Verkauf der Warenhaus-Sparte Galeria Kaufhof wieder nach oben auf die Agenda gesetzt und wirbt öffentlichkeitswirksam mit seiner Offerte. Gegenüber der WirtschaftsWoche erklärte er „ Kaufhof ist deutlich mehr wert als im Frühjahr 2012, als wir Gespräche über einen Verkauf geführt hatten, weil sich das Unternehmen fantastisch entwickelt hat.“
Grund für die wieder ausgepackten Verkaufspläne sind in dem kürzlich erfolgten Einstieg der österreichischen Immobiliengruppe Signa bei den Karstadt Premium- und Sporthäusern zu sehen. Signa-Inhaber René Benko hatte im Jahr 2011 bereits ein Angebot für die Kaufhof-Häuser eingereicht, kam dann aber nicht zum Zuge, weil der Verkauf im Januar 2012 wegen “nicht geeigneter Rahmenbedingungen” komplett auf Eis gelegt wurde. Damit ist nun alles wieder offen: Die Übernahme durch Karstadt und Gründung einer deutschen Warenhaus-AG, Übernahme durch einen Investor oder sogar der Gang in die Börse. Dabei stehen Kaufhofs Chancen besser denn je, denn Koch hat nicht nur der Sparte einen Spar- und Sanierungskurs verordnet. Einige Filialen wurden geschlossen, es gab Entlassungen und Flagship-Häuser wie das Haus am Berliner Alexanderplatz erhielten ein Face-Lifting.
Und obwohl es Kaufhof besser denn je geht, ist „Halten“ keine Option für Koch: „Das Warenhausgeschäft lässt sich nicht im gleichen Maße internationalisieren wie Großhandel oder Elektronikgeschäft“, erklärte er der WirtschaftsWoche. Außerdem sind die Kapitalrenditen deutlich niedriger als beim übrigen Geschäft.









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