LVMH schluckt Schmuckhändler Bulgari
Nun kauft sich Bernard Arnault doch in ein edles Familienunternehmen. Wie der französische Luxusgüterkonzern und der italienische Schmuckhersteller heute bekanntgaben, will die Bulgari-Familie ihre Anteile verkaufen.
Edle Auslage: Bulgari gehört bald zum LVMH-Reich
Der französische Luxuskonzern LVMH verstärkt sein Portfolio mit der dem italienischen Schmuck- und Uhrenhersteller BVLGARI. Am Montagmorgen verkündeten beide Unternehmen, dass man sich über eine Übernahme geeinigt habe.
Danach soll LVMH den Mehrheitsanteil der Bulgari-Familie im Tausch gegen LVMH-Aktien übernehmen. Die Bulgari-Familie hält 152,5 Millionen Wertpapiere (50,42%) und soll dafür im Gegenzug 16,5 Mio. LVMH-Aktien erhalten. Damit wird der italienische Familienclan um Paolo und Nicola Bulgari (Aufsichts-rat) sowie Francesco Trappani (CEO) zum zweitgrößten Familienaktionär beim französischen Luxuskonglomerat aufsteigen. Im Zuge der Übernahme sollen zwei Mitglieder der Bulgari-Familie in das LVMH-Board berufen werden. So sei geplant, Francesco Trappani in das Executive Committee zu holen. Paolo und Nicola sollen weiter Chairman und Vice-Chairman bei Bulgari bleiben.
Den Minderheitsaktionären von Bulgari will LVMH ein Barangebot von 12,25 Euro je Aktie vorlegen, was mehr als 50% über dem Schlusskurs der Bulgari-Aktie vom Freitag liegt. Insgesamt beläuft sich der Wert der Transaktion auf rund 3,7 Mrd. Euro.
Laut Aussage des 1884 in Rom gegründeten Juweliers, der mittlerweile aber auch ganz gut im Geschäft mit Parfums, Handtaschen und Accessoires ist, soll die Eingliederung in der weltweit größten Luxuskonzern die langfristige Entwicklung der Marke stärken.
Foto: via flickr/Vin60







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