Gerechte Strafe? Ein Pariser Gericht verurteilte den Modedesigner wegen seiner rassistischen Pöbeleien zu einer Geldstrafe auf Bewährung. Schlimmer für ihn ist wohl eher, dass er nicht wieder ins Fashion-Biz zurückkehren kann.

John Galliano

Der exzentrische Modedesigner John Galliano kommt mit einer günstigen Verwarnung davon - die Karriere ist trotzdem dahin

Eigentlich ging es ganz glimpflich für ihn aus… Statt einer hohen Geldstrafe oder gar einer Haftstrafe verhängte ein Pariser Gericht lediglich eine Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro auf Bewährung gegen den britischen Modemacher und Ex-Dior-Chefdesigner John Galliano. Das heißt er muss nur zahlen, wenn er sich wieder etwas zu schulden kommen lässt, was wohl eher unwahrscheinlich ist.

Zur Urteilsverkündung ließ sich der Designer entschuldigen: Er wolle die Konfrontation mit der Presse vermeiden. Das Urteil nehme er aber an.

Galliano war aufgrund seiner rassistischen und judenfeindlichen Anfeindungen gegenüber anderen Gäste eines Pariser Cafés wegen Beleidigung angeklagt. Mildernde Umstände gab es vielleicht aufgrund verschiedener Gründe: zu viel Stress als Designer, Tablettensucht sowie der Tod seines Vaters und eines guten Freundes, führte der Designer als Entschuldigung für sein Fehlverhalten an. Außerdem könne er sich aufgrund seiner Sucht nicht an den Vorfall erinnern – aber: Unwissenheit schützt vor (milder) Strafe nicht.