Guess: Auswärtssieg über Gucci
Streit um den G-Punkt? Im Markenstreit entschieden Mailänder Richter kürzlich zu Gunsten der amerikanischen Lifestyle-Marke. Ein New Yorker Gericht hatte es zwar im letzten Jahr leicht anders gesehen. Trotzdem kommt der jetzigen Entscheidung mehr Gewicht zu.
Gucci vs. Guess: Ähnlich aber nicht unverwechselbar
Guess hat im mittlerweile über vier Jahre andauernden Markenstreit einen Sieg über das italienische Modehaus Gucci erringen können – und das im Land, in dem Gucci, und nicht Guess zuhause ist. Am 2. Mai 2013 entschied ein Mailänder Gericht, dass Guess durch die Verwendung von Rautenmustern, dem G-Logo und Flora-Mustern nicht die Rechte des Florentiner Traditionshauses verletze – zumindest nicht in Italien und Europa, wo die Rechte eingetragen sind. Das Gericht wies überdies eine Verletzung durch das „Square G“-Logo zurück. Die Rauten- und Floralen Muster seien in der Modewelt „gängig“ und das große „Quattro G“-Logo von Guess habe nichts mit den ineinander verschlungenen Gs von Gucci zu tun. Gleichzeitig wurde das Argument der Kläger zurückgewiesen, das Guess versuche, ihre Artikel zu „gucci-zisen“. Gucci kündigte an, weitere Schritte im Markenstreit zu überdenken.
Damit steht es jetzt 1:1, denn in 2009 hatte ein New Yorker Gericht die Rechtsverletzung gegenüber Gucci bestätigt und Guess zur Unterlassung und einem minimalen Schadensausgleich für den Gebrauch verschiedener Muster und Logos verurteilt. Guess-CEO Paul Marciano zeigte sich dennoch umso glücklicher über das Urteil der Mailänder Richter, da sie zeige, wie sehr Gucci mit seinem Markenschutz übertreibe. Seiner Meinung hätte der ganze Streit auch in einem Telefonat beigelegt werden können, allerdings stellte er auch klar, dass Guess nicht aufhören wird, sein erfolgreiches Accessoires-Business weiter auszubauen. Es gäbe schließlich weltweit Trends, die Gucci genauso verfolge wie Guess und andere in der Branche.







Kommentare
Keine Kommentare bisher.