Dem Idsteiner Sportartikel- und Outerdoorhersteller ist ein Schlag gegen Markenpiraterie in der Türkei gelungen. Mit einer Zivilklage will die Marke ein Exempel statuieren.

Jack Wolfskin

Rigoroses Vorgehen gegen Produktfälscher: Jack Wolfskin

Bei einer groß angelegten Durchsuchungsaktion in den türkischen Städten Istanbul, Antalya und Musla wurden fast 2.500 gefälschte Produkte von Jack Wolfskin sicher gestellt. Die Täter müssen sich nun nicht nur strafrechtlich verantworten: Der Outdoorausrüster hat auch zivilrechtliche Ansprüche vor Gericht in Istanbul geltend gemacht. Die Klage richtet sich gegen Beschaffung, Lagerung und Verkauf der Fälschungen.

„Wir freuen uns sehr über diesen Schlag gegen die Markenpiraterie und hoffen, dass das neue IP-Department der türkischen Wirtschaftspolizei auch in Zukunft proaktiv gegen Markenpiraterie durchgreift“, so Christian Brandt, Chief Operating Officer der Jack Wolfskin GmbH & Co. KGaA. „Wir werden unsere Kunden weiterhin vor Plagiaten schützen und konsequent gegen Markenpiraterie vorgehen.“

In vier verschiedenen Lagern wurden nicht nur Plagiate von Jack Wolfskin, sondern auch von anderen Markenherstellern gefunden. Auch diese gehen nun strafrechtlich gegen die Fälscher vor. Da in einem Fall von organisierter Kriminalität auszugehen ist, ist das Verfahren teils vor dem Strafgericht in Istanbul anhängig. Jack Wolfskin erhofft sich nicht nur Schadenersatz und eine Vernichtung der Produkte. Mit dem Urteil möchte die Marke mit der Tatze auch ein Exempel gegen die oftmals minderwertige Verarbeitung und die Belastung durch giftige Stoffe der gefälschten Produkte statuieren. Diese stellen ein Gesundheitsrisiko für den Verbraucher da.

Das Urteil ist in ein bis zwei Jahren zu erwarten. Rechtsexperten sehen gute Erfolgsaussichten der Klage.

Foto: Jack Wolfskin