Nicht überraschend! Die Analyse der Umsatzsteuerstatistik für 2013 zeigt, dass die seit einer Dekade anhaltende Konzentration im Modehandel weiter zunimmt. Großunternehmen dominieren mittlerweile über die Hälfte des Marktes.

Wer kann, der kann: Größere Modehändler performen nicht unbedingt besser, wachsen aber durch Flächenexpansion

Die kleinen Modehandelsunternehmen mit weniger als 500.000 Euro Umsatz jährlich stehen in der kürzlich veröffentlichten Umsatzsteuerstatistik 2013 nur noch für 8% Marktanteil. Seit dem Jahr 2000 ist die Klasse damit um die Hälfte bzw. 8 Prozentpunkte beim Umsatzanteil geschrumpft. Ursächlich für diesen Erosionsprozess waren mehr als 13.600 Geschäftsschließungen (45,7%), die – so schätzt der BTE, größtenteils freiwillig erfolgten. Allein in 2013 schlossen über 965 kleine Unternehmen ihre Türen oder stiegen in die nächste Umsatzklasse auf. Insgesamt verschwanden im vorletzten Jahr 1.081 selbstständige Bekleidungsgeschäfte vom Markt.

Stark zugelegt haben in den letzten 13 Jahren allerdings die Großunternehmen mit Umsätzen von über 100 Mio. Euro. Der Marktanteil der 33 größten Unternehmen liegt mittlerweile bei über 51% – das entspricht einem Zuwachs von 41% bzw. 14,8 Prozentpunkte über den Zeitraum 2000 bis 2013.

Wie immer betont der BTE, dass die Entwicklung der letzten Jahre nicht automatisch bedeutet, dass Großunternehmen generell erfolgreicher sind bzw. waren als kleine und mittelgroße Modegeschäfte. „Schließlich gab es seit der Jahrestausendwende etliche spektakuläre Schieflagen oder sogar Schließungen großer Modefilialisten, während viele gut aufgestellte Mittelständler ihre Position im Markt behaupten oder sogar ausbauen konnten“, heißt es in der Mitteilung. Der Marktanteil größerer Mittelständler ist zuletzt sogar leicht gestiegen. Zudem wachsen die erfolgreichen Moderiesen –anders als die meisten Mittelständler – in erster Linie durch Flächenexpansion.