Golden Lady nicht länger “Made in Italy”
Nachdem der Autohersteller Fiat ein Werk nach Belgrad verlegt, zieht auch der Strumpfhersteller nach und verlegt gleich mehrere Produktionsstätten nach Serbien. Dafür wird das Omsa-Werk im norditalienischen Faenza dicht gemacht. Golden Lady ist zukünftig also "Made in Serbia".
Gut möglich, dass diese Golden Lady Strümpfe bald nur noch aus Serbien kommen
Standortverlagerungen von Italien nach Serbien sind derzeit ziemlich im Trend, denn Serbien lockt mit niedrigen bzw. gar keinen Steuern.
Nun hat auch Nerino Grassi, Inhaber des Strumpfherstellers Golden Lady, ein Abkommen mit der Regierung von Belgrad über die Errichtung eines neuen Produktionswerkes in der westserbischen Stadt Loznica geschlossen. Mit dem neuen Werk will Golden Lady seine Kapazitäten in dem Balkan-Land erweitern und die Produktionsprozesse verbessern. Das Unternehmen betreibt bereits in Serbien bereits zwei Produktionswerke mit über 1.000 Mitarbeitern.
Der Standortverlagerung fallen heimische Jobs zum Opfer. Die Golden Lady Produktionsstätte Omsa im norditalienischen Faenza wurde geschlossen. 350 Mitarbeiter, die z.Z. noch auf Kurzarbeit sind, werden entlassen. Die Gewerkschaften sind entrüstet über das Verhalten von Nerino Grassi und die Untätigkeit des italienischen Ministerpräsidenten: „Die Regierung Berlusconi sollte verhindern, dass gesunde Unternehmen ihre Werke in Italien schließen und hunderte Personen zu Arbeitslosen machen, um billiger im Ausland zu produzieren”, protestierte der Gewerkschaftsverband CGIL.
Golden Lady hat insgesamt elf Produktionsstätten in Europa und und produziert nach eigenen Angaben mehr als 300 Mio. Strümpfe pro Jahr.
Foto: Golden Lady


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