Das der Schließung geweihte Werk des Wäschekonzerns im oststeirischen Hartberg bekommt eine verlängerte Gnadenfrist. Die Kurzarbeit wird noch einmal bis Ende Januar verlängert, erst dann soll endgültig zugesperrt werden.

Triumph ist der größte Arbeitgeber in der österreichischen Bekleidungsindustrie

Der Triumph-Konzern hatte eigentlich verkündet, dass das Werk in Oststeiermark zum 31. Oktober schließen sollte. Nun aber wurde die Schließung auf den 31. Januar 2011 verschoben. Die seit dem Vorjahr laufende Kurzarbeit soll bis dahin weiterlaufen. Für die 290 – fast ausschließlich – weiblichen Arbeitnehmer bedeutet das, dass sie zumindest für die nächsten vier Monate an mindestens zwei Tagen in der Woche arbeiten können. 60 Prozent ihrer ursprünglichen Gesamtarbeitszeit kann ausfallen – fällt mehr Arbeit an, wird diese auch vergütet.

Triumph hatte im Juli die Schließung des Werkes in Hartstein mit der Begründung bekannt gegeben, dass sich der Konzern „mit massiven Überkapazitäten in den Produktionszentren konfrontiert“ sehe. Der ausgeübte politische Druck durch die ÖVP und hiesige Gewerkschaften müssen dazu geführt haben, dass das Werk zumindest erst mit einem sicheren Abstand zu den Ende September stattfindenden Landtagswahlen geschlossen wird. Außerdem bietet das dem Management und den Arbeitnehmerinnen die Möglichkeit, andere Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.

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