Auch wenn der Modekonzern aus Halle/Westfalen im ersten Halbjahr 2013/14 beim Umsatz bescheiden zulegt, kann in punkto Profitabilität nicht gemeckert werden. Der operative Gewinn legt um über 14 Prozent zu.

Gerry Weber SS14

Gerry Weber wächst zwar langsamer, dafür profitabler

Die Gerry Weber International AG hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres (November 2013 bis April 2014) ihre Umsätze um 2,2% auf 412,8 Mio. Euro steigern können. Dabei legte das Segment Retail um 13,3% auf 188,6 Mio. Euro zu. Neben der Ausweitung der eigenen Verkaufspunkte war ein flächenbereinigtes Plus von 5,2% ursächlich für den Zuwachs im Retail-Segment. Im Wholesale allerdings musste ein Umsatzrückgang um 5,6% auf 224,1 Mio. Euro verbucht werden, der aber zu großen Teilen auf die Verschiebung der Umsätze der belgischen Houses of Gerry Weber im Zuge der im letzten Jahr erfolgten mehrheitlichen Übernahme ins Retail-Segment zurückzuführen ist. Hinzu kam, dass aufgrund einer selektiveren Distribution bewusst auf Umsatz mit bonitätsschwachen Kunden verzichtet wurde, um das Ausfallrisiko zu minimieren.

Profitabler aufgestellt

Dagegen konnten sich die Margen und die Ertragslage verbessern. Wegen des verschobenen Winterschlussverkaufs wies insbesondere das zweite Quartal eine verbesserte Profitabilität aus. Die Bruttomarge verbesserte sich im ersten Halbjahr auf 55% (Vorjahr: 52,3%). Das EBITDA erhöhte sich um 15,7% auf 61,8 Mio. Euro, das EBIT um 14,2% auf 49,5 Mio. Euro. Der Periodengewinn lag nach 29,3 Mio. Euro im Vorjahr nun bei 32,7 Mio. Euro. Damit zeigte sich der Konzern durchaus zufrieden: „Eines der wichtigsten Ziele unserer Gesellschaft ist es, profitabel zu wachsen. Nach den schwierigen wetterbedingten Rahmenbedingungen des letzten Jahres zeigen die Ertragszahlen des 1. Halbjahres 2013/14, dass wir an die Profitabilität der Vergangenheit anknüpfen bzw. diese noch steigern können”, so Retail Vorstand Ralf Weber.

Foto: Gerry Weber