F.M. Hämmerle zum dritten Mal insolvent
Erneutes Aus für den einstigen Branchenriesen: Das österreichische Textilunternehmen hat schon wieder Insolvenz anmelden müssen. Es ist bereits das dritte Mal innerhalb von drei Jahren.
F.M. Hämmerle Werk in Dornbirn: Schließung wahrscheinlich
Auch das zweite Nachfolge-Unternehmen des Dornbirner Textilveredlers F.M. Hämmerle muss nach gut ein Jahr nach dem Neustart Konkurs anmelden. Am Mittwoch vergangener Woche stellte die F.M. Hämmerle Textil Produktion und Vertrieb GmbH selbst den Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit. Trotz guter Auftragslage zeichnete sich Ende letzten Jahres ein Liquiditätsengpass ab. Es fehlte an Geld, um die für die Verarbeitung notwendigen Farbstoffe und Chemikalien einzukaufen. Auch die Dezember-Löhne für die 72 Mitarbeiter sollen nicht bezahlt worden sein, berichtet der ORF Voralberg. Bemühungen für entsprechende Zusatzfinanzierungen waren gescheitert. Rund 80 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen. Zum Masseverwalter wurde Wilhelm Klagian bestellt, der nun prüfen soll, ob das Unternehmen fortgeführt werden kann. Nach seiner Auffassung müssten bis März neue Investoren gefunden werden.
F.M. Hämmerle war in den 70er und 80er Jahren mit 2.200 Mitarbeitern das größte Textilunternehmen in Österreich. Dann begann der Niedergang des Unternehmens und 2008 wurde dann erstmals ein Insolvenzverfahren eröffnet. Mit dem Einstieg der indischen Oswal-Group sollte der Neuanfang gelingen, jedoch war das Unternehmen im Sommer 2009 erneut zahlungsunfähig. Mit dem Einstieg einer Schweizer Investmentgesellschaft hat F.M. Hämmerle dann Anfang 2010 erneut den Neustart gewagt. Geschäftsführer Michael Killisperger hatte damals ein Umsatzziel von 12 Mio. Euro genannt.gewagt.
Foto: Wikimedia Commons





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