Amerika war gestern, China ist morgen: Wie viele Modeunternehmen orientiert sich auch das italienische Luxus-Modehaus verstärkt gen Osten und plant demnächst in China 15 neue Boutiquen zu eröffnen. Auch das Sortiment soll an die östlichen Geschmäcker angepasst werden.

Dolce & Gabbana SS 2011 Show

Dolce & Gabbana wird sich zukünftig stärker am chinesischen Markt ausrichten - schlichte Eleganz ist dann vielleicht passé

Prada hat es vorgemacht – Dolce & Gabbana ziehen nach. In den nächsten zwei Jahren will das Modehaus die Zahl der Stores in China von derzeit 26 auf 41 erhöhen. Mit der Expansion gen Osten sollen auch die Umsätze steigen. Bereits im letzten Jahr sollen die Umsätze in der Asien-Region um 26% gestiegen sein.

„Amerika war die letzten 100 Jahre dran. China ist die nächsten 100 Jahre dran“, erklärte der Designer Stefano Dolce. Damit folgt das Designer-Duo dem Trend, den schon viele Luxus- und Premiummarken für sich erkannt haben. Vorhersagen zufolge wird China in den nächsten Jahren Japan als Luxus-Nation Nr. 1 ablösen. Einigen Vorhersagen zufolge könnten die Umsätze für Luxusgüter in China bis 2020 die 100 Mrd. Dollar Grenze überschreiten.

Dolce und Gabbana sind zur Vorbereitung ihrer Expansion eigens nach China gereist, um den Geschmack hiesger Verbraucher kennenzulernen und zukünftig ihre Kollektionen danach auszurichten. Im Gegensatz zu den westlichen Geschmäckern sind die Chinesen exzentrischer. Es darf bei der Couture immer ein bisschen mehr sein – mehr Glamour, mehr Prints, mehr Spitze. So sollen mit dem Expansionsschritt neue Farbpaletten und neue Produkte eigens für den chinesischen Markt konzipiert werden, bspw. auch neue Kosmetikprodukte.

Foto: Dolce & Gabbana