Der französische Kultschuhhersteller klagt gegen das Modehaus Yves Saint Laurent, da das sein Markenzeichen – die roten Sohlen - kopiert haben soll. Ein New Yorker Gericht muss die Sohlenfrage jetzt klären. Louboutins Anwälte ziehen auch gegen andere Sohlenfärber in die Schlacht.

Louboutin Schuhe

Louboutin will sein Markenzeichen schützen

Spätestens seit der Fernsehserie Sex and The City haben die Schuhe des französischen Schuhdesigners Christian Louboutin Kultstatus. Dezent-auffälliges Alleinstellungsmerkmal der bis zu 3.500 Euro High-Heels sind die roten Sohlen. Bisher setzten schon viele Billigmarken auf den Louboutin-Effekt und färbten ihre Sohlen rot, was dem Designer zu noch mehr Furore verhalf. Jetzt soll auch Yves Saint Laurent das Markenzeichen in seiner Sommer-Kollektion „arglistig kopiert“ haben. Dagegen klagte der Pariser Schuhdesigner vor einem New Yorker Gericht auf eine Million Dollar Schadensersatz wegen „Markenverletzung, unfairem Wettbewerb und falscher Herkunftsbezeichnung“. Dass YSL die Sohlen ebenfalls rot färbe, sorge für Verwirrung bei den Kunden.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass Louboutins Anwälte auch die brasilianische Designerin Carmen Steffens verklagt haben sollen – auch sie hatte die Sohlen einiger Schuhe rot gefärbt. Die Südamerikaner nehmen es wie gewohnt lässig und vermeldeten nur, dass sie erstaunt seien, dass eine Marke versuche sich das Recht an einer Farbe zu sichern. Zudem erklärten sie, dass ihre Sohlen schon seit Jahren – und noch vor dem Louboutins-Trend – bunt färben würden.

Christian Louboutin färbt seine Sohlen seit 1991 rot – inspiriert wurde er damals von dem Nagellack seiner Assistentin.