Charles Vögele tritt auf der Stelle
Starker Franken verhindert Umsatzplus: Der Modeanbieter aus Pfäffikon erzielt in den ersten fünf Monaten zwar ein flächenbereinigtes Umsatzplus. Der starke Franken verhindert allerdings, dass das Unternehmen den Umsatz absolut steigern kann.
In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres drückten ungünstige Wechselkurse auf das Wachstum der Charles Vögele Gruppe. Wie der Konzern mitteilte, habe man den Umsatz nicht steigern können, da rund zwei Drittel des Umsatzes im Euro-Raum erlöst werden und der Franken, die leichten währungsbereinigten Zuwächse absorbierte. Auch flächenbereinigt konnte Charles Vögele den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht verbessern. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen jedoch nicht.
Auch die Umstellung auf die neue Ein- und Verkaufsstrategie braucht mehr Zeit als angenommen: Die Umschichtung von Alt- auf Neuware dauert länger als geplant und führt somit zu einer geringeren Abschriftenreduktion als erwartet. Überdies belasteten Preiserhöhungen für Materialien und Löhne die Marge, zumal diese durch die Währungsvorteile auf der Beschaffungsseite nicht vollständig ausgeglichen werden konnten. Zwar läuft die Umsetzung der 3-Säulen-Strategie Faszination, Wachstum und Prozesse plangemäß, allerdings erfordert die Währungssituation und die „schwierige Marktverfassung“ Ausdauer und Geduld.
Positiv ist immerhin der Ausblick: Auch aufgrund der historisch tiefen Kostenbasis rechnet die Gruppe damit, 2011 erneut ein ausgeglichenes Konzernergebnis zu präsentieren. Bereits im Jahr 2010 schrieb die Gruppe mit 18 Mio. Franken schwarze Zahlen. Überdies hält Charles Vögele an dem Ziel fest, ab 2012 auf den Wachstumspfad zurückzukehren und eine EBITDA-Marge von rund 10% zu erwirtschaften.
Foto: Charles Vögele






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