Das BTE Präsidium stellt fest, dass das Geschäft im Modehandel bislang gut gelaufen ist. Die meisten Geschäfte machten mehr Umsatz und auch mehr Gewinn. In Zukunft müssen Händler ein Auge auf die Auslieferungsquote haben.

Rabatt

Frühzeitiges Rabattieren senkt die Spanne

Ende Mai kam das BTE-Präsidium unter der Leitung von Steffen Jost zu seiner turnusmäßigen Sitzung zusammen. Dabei wurde konstatiert, dass das Geschäft im Modehandel bislang recht erfreulich gelaufen ist. Die Mehrzahl der Händler lag mindestens mit ordentlichen einstelligen Prozentsätzen im Plus.

Auch die erzielte Spanne hat sich in den ersten fünf Monaten des Jahres positiv entwickelt. Neben den guten Umsätzen und zum Teil erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen war dafür auch eine weitgehende Zurückhaltung an der Preisfront verantwortlich. Bis Ende Mai gab es zwar schon begrenzte Rabattaktionen (z.B. für Stammkunden), breite Reduzierungen waren aber noch die Ausnahme. Für großangelegte Reduzierungsaktionen empfiehlt der BTE den Sommer-Schluss-Verkauf, der nach Möglichkeit branchenweit erst am 25. Juli beginnen soll. Als Start für den Winter-SSV-Termin empfiehlt der BTE den 30. Januar 2012, was dem ehemals gesetzlich vorgeschriebene Datum entspricht.

Auslieferungsquote im Auge behalten

Überdies lobte das Präsidium die meist ordentliche Auslieferungsquote der Ware für Frühjahr/Sommer. Obwohl im Vorfeld u.a. wegen Missernten bei Baumwolle und verstärkter asiatischer Binnennachfrage größere Ausfälle befürchtet wurden, gab nur vereinzelte Probleme bei der Auslieferung. Zurückgeführt wurde dies auch auf verstärkte Sensibilisierungs-Gespräche des Handels mit seinen Lieferanten zum Jahresanfang. Da sich die Beschaffungssituation aktuell nicht durchgreifend geändert hat, empfiehlt das BTE-Präsidium, das Thema aber auch weiterhin im Auge zu behalten und in der nächsten Orderrunde anzusprechen.

Bürokratischem Wildwuchs bei der Retourenabwicklung Einhalt gebieten

Überdies riet der BTE auch zu einem Verzicht von sandgestrahlten Jeans und kritisierte den „bürokratischen Wildwuchs“ bei der Retourenabwicklung. Da jeder Lieferant ein unterschiedliches Prozedere verlangt, muss im Handel viel unnötiger Aufwand betrieben werden. Appelle zur Vereinheitlichung haben bislang keine Ergebnisse gebracht. Daher soll nun ein entsprechender Arbeitskreis gebildet werden, der ein praxistaugliches Abwicklungsverfahren erarbeiten soll, das branchenweit empfohlen werden kann.