Bijou Brigitte glänzt nicht mehr
Im ersten Halbjahr 2010 lief es nicht gut für den Hamburger Modeschmuckvertrieb. Vor allem auf dem spanischen Markt ist es nicht gut gelaufen und die Geschäftslage ist insgesamt eher trüb. Der Umsatzrückgang beträgt flächenbereinigt mehr als fünf Prozent. Schuld soll nach wie vor die Wirtschafts- und Finanzkrise sein.
Vor allem in Spanien schwächelt die Modeschmuckkette Bijou Brigitte. Im kommenden Halbjahr soll es nicht wesentlich besser werden
Bereits im Juli wurde angekündigt, dass die Halbjahreszahlen wohl nicht gut aussehen würden. Diese Woche wurden nun die eher glanzlosen Zahlen bekannt gegeben.
Der Konzernumsatz von Bijou Brigitte lag in den ersten sechs Monaten von 2010 mit 174,6 Mio. EUR rund 1,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 176,0 Mio. Euro. Flächenbereinigt lag das Minus bei 5,4 Prozentpunkten. Der Absatz auf der iberischen Halbinsel lief wegen der angespannten Lage und der 2%igen Erhöhung der Mehrwertsteuer in Spanien sehr schleppend. Auch in Deutschland und anderen Auslandsmärkten erfuhr der Modeschmuckhändler eine Konsumflaute. Der Nettoerlös des Hamburger Unternehmens lag im ersten Halbjahr mit 24,5 Mio. Euro 21% unter dem Vorjahreswert von 31,2 Mio. Euro. Auch das Betriebsergebnis (Ebit) fiel auf von 44 Mio. auf 34,6 Mio. Euro. Schuld an den schlechten Ergebnissen sollen die anhaltende Wirtschaftskrise und die verhältnismäßig getrübte Geschäftslage sein.
Bijou Brigitte erwartet für das kommende Halbjahr keine “signifikant” wachsenden Umsätze und hält sich bedeckt. Man habe zwar nötige Ressourcen, baue nun jedoch erst mal das Filialnetz weiter aus bzw. versehe die Läden mit einem neuen, moderneren Ladenbaukonzept. Während des ersten Halbjahrs 2010 wurden 29 Filialen eröffnet, dafür aber 17 andere geschlossen. Bis zum Ende des Jahres sollen nun noch 60 bis 70 weitere Läden eröffnet werden, während 30 unrentable Filialen geschlossen werden sollen.
Foto: Bijou Brigitte





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