Jünger und billiger: Der dänische Modekonzern launcht ein neues, deutlich erschwinglicheres Sublabel seiner Menswear-Marke Jack & Jones. Die Strategie hat bei den weiblichen Linien bereits gefruchtet.

Jack & Jones bekommt bald jüngeren und preiswerten Anhang

Jack & Jones, die umsatzstarke Menswear-Marke aus dem Hause Bestseller, wird weiter diversifiziert. Erst kürzlich erfolgte die Ankündigung, dass im Herbst 2014 das eher hochwertige Contemporary-Menswear-Label „Only & Sons“ gelauncht wird. Neben den bereits fünf bestehenden Jack & Jones Linien (Vintage Clothing, Premium, Originals, CORE und Tech) soll demnächst eine neue Submarke eingeführt werden. Die neue Marke soll rund 20 bis 30% unter dem jetzigen Preisniveau von Jack & Jones liegen. Zugleich soll das Sublabel deutlich schneller agieren. Neben den achtwöchigen Lieferturnus sollen in Zusammenarbeit mit Key-Account-Kunden „Express Styles“ entwickelt werden, um noch besser und schneller auf den Markt zu reagieren.

Bereits im zweiten Quartal soll das Label etabliert werden. Dazu wurde eigens ein Sales Manager eingestellt. Auch sonst bleibt die Organisation des neuen Labels schlank: „Wir wollen noch aggressiver vorgehen. Wir arbeiten mit einem sehr kleinen Verkaufsteam, um die Kosten überschaubar zu halten“, erklärte Bestsellers International Sales Manager Dennis Birk Jørgensen gegenüber dem britischen Fachmagazin Drapers.

Bestseller hat anscheinend mit der Einführung neuer Sublabels bereits gute Erfahrungen bei seinen Womenswear-Marken gemacht: Im letzten Jahr wurde Only mit Jacqueline De Yong und Vero Moda (neben Y.A.S weiter) mit Noisy May diversifiziert. Aktuell agiert Bestseller mit elf Marken (und rund 25 Sublabels) am Markt. Insgesamt ist Bestseller mit seinen Konzepten bei etwa 3.000 Mono-Markenstores und bei rund 12.000 Multibrand-Stores in über 53 Ländern präsent. Der familiengeführte Konzern setzte im Geschäftsjahr 2012/13 damit 2,6 Mrd. Euro um.