Bei Kaufhof laufen Textilien besser als Elektronik
Die zur Metro gehörende Warenhauskette musste absolut und flächenbereinigt einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen, dennoch entwickelte sich das Textilsegment trotz ungünstiger Witterungsverhältnisse besser als der Gesamtmarkt, teilte das Unternehmen mit.
Galeria Kaufhof setzt mit Erfolg auf hochmargige Textilien
Die Galeria Kaufhof hat im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatzrückgang von 0,7% auf 1,391 Mrd. Euro hinnehmen müssen. Zwar verbesserte sich die Umsatzentwicklung nach einem verhaltenen Jahresauftakt, allerdings sorgten ungünstige Wetterverhältnisse und ein kürzeres Ostergeschäft für Rückgänge im zweiten Quartal. Flächenbereinigt belief sich das Minus im ersten Halbjahr auf -1,4%.
Textilien laufen gut
Wie das Unternehmen mitteilte, wurden im ersten Halbjahr acht Standorte grundlegend modernisiert. Dazu gehörte auch, dass mittlerweile in allen Filialen Flächen mit Unterhaltungselektronik durch hochmargige Ware aus den Segmenten Bekleidung, Accessoires und Schuhe besetzt werden. Der Umsatzrückgang ist auch durch diesen Sortimentswechsel zu erklären, wobei sich das Textilsortiment besser als der Gesamtmarkt entwickelte und Galeria Kaufhof Marktanteile gewinnen konnte. Auch in Belgien, wo es 15 Galeria Inno gibt, wurde dank der guten Entwicklung des Textilsortiments ein Umsatzplus von 3,6% auf 88 Mio. Euro verbucht.
Die Ergebniszahlen lagen allerdings über den Vorjahreswerten: Das EBITDA stieg von 6 Mio. Euro auf 29 Mio. Euro, das EBIT verbesserte sich von -31 Mio. Euro weiter auf -23 Mio. Euro, was auf die gestiegene Rohertragsmarge und ein striktes Kostenmanagement zurückzuführen ist. Im zweiten Quartal erreichte die Kaufhauskette mit +1 Mio. Euro bereits ein positives EBIT. Wie angekündigt wurden Mitte Juni die vier verlustbringenden Warenhäuser in Gießen, Köln-Kalk, Nürnberg und Oberhausen geschlossen, so dass das Filialnetz in Deutschland nur noch aus 122 Standorten, davon vier Wanderzeit-Läden, besteht.
Insgesamt verbuchte der Mutterkonzern Metro Group im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 2,1% auf 31,5 Mrd. Euro, wobei das EBIT vor Sonderfaktoren mit 305 Mio. Euro stark unter dem Vorjahreswert von 452 Mio. Euro lag. Nach einem Gewinn von 54 Mio. Euro, steht jetzt ein Minus von rund 110 Mio. Euro unterm Strich.
Foto: Wikimedia Commons





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