Die Warenhaustochter der Metro Group muss in Deutschland im ersten Halbjahr 2011 leichte Verluste hinnehmen, wobei das zweite Quartal einen Hoffnungsschimmer zulässt. Auch der Mutterkonzern schwächelt mit seinen einstigen Vorzeigetöchtern Media Markt und Saturn.

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Kaufhof in Stuttgart: Standortoptimierung wird weiter fortgeführt

Die Metro Group hatte schon mal bessere Tage gesehen. Der Halbjahresumsatz des deutschen Handelskonzerns stagnierte bei 31,3 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren blieb mit 452 Mio. Euro hinter dem Vorjahresniveau zurück und auch das Periodenergebnis brach um 35% ein und lag nur noch bei 83 Mio. Euro.

Galeria Kaufhof schwächelt

Die Warenhaustochter Galeria Kaufhof entwickelte sich von Januar bis Juni 2011 auch eher weniger explosiv. In den 139 Häusern (inkl. Sportarena und den Spezialanbieter Wanderzeit) wurden 1,584 Mrd. Euro erlöst, das sind 1,8% weniger als im ersten Halbjahr 2010. Flächenbereinigt sank der Umsatz jedoch nur um 1%. In den Häusern in Deutschland verminderte sich der Umsatz um 2,4% auf 1,395 Mio. Euro. Das flächenbereinigte Minus lag dabei bei 1,4%. Dabei zeigte das zweite Quartal aufgrund des verspäteten Ostereffekts einen flächenbereinigten Umsatzanstieg von 2,1% und konnte damit den Rückgang aus dem ersten Quartal fast vollständig kompensieren. Besonders gut liefen die Produktkategorien Schuhe, Lederwaren und Spielwaren. In den 15 Filialen in Belgien konnte der Umsatz aufgrund des guten Absatzes von Textilien um 3,8% auf 161 Mio. Euro zulegen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode (-34 Mio. Euro) auf 31 Mio. Euro. Jedoch schlugen Restrukturierungsaufwendungen als Sonderfaktoren für die Standortschließungen in nicht unerheblichem Umfang zu Buche. So wurde erst kürzlich beschlossen, die zum Mitte 2012 auslaufenden Mietverträge für die unrentablen Häuser in Gießen, Köln-Kalk, Oberhausen-City und Nürnberg-Aufseßplatz nicht zu verlängern und die Filialen zum Ende der Vertragslaufzeit zu schließen.

Keine Eile mit einem Verkauf

Angesprochen auf den seit längerem im Raum stehenden Verkauf der Warenhaustochter Galeria Kaufhof zeigte sich Metro-Chef Eckhard Cordes nicht in Eile. Man spreche mit Interessenten, sei aber nur bereits zu verkaufen, wenn man einen “adäquaten Preis” erhielte. Früheren Angaben soll Metro mindestens 2 Mrd. Euro für Kaufhof haben.

Foto: Kaufhof