Das internationale Geschäft läuft gut: Mehr als ein Drittel der Umsätze verbucht der britische Onlinehändler im ersten Halbjahr 2010/11 schon außerhalb des Inselreichs. Dadurch motiviert, stehen weitere Initiativen auf dem Plan.

Startschuss frei für den globalen Fashion Race

Bei der Vermeldung der Halbjahreszahlen hatte Nick Robertson, CEO von Asos, sicherlich ein breites Grinsen im Gesicht. Die Konzernumsätze des eTailers mit den britischen Wurzeln kletterten in den ersten sechs Monaten (Stichtag: 30. September) um 50% auf 131,4 Mio. Pfund (151,5 Mio. Euro). Das heimische Geschäft wuchs dabei um 26% auf 82,4 Mio. Pfund. International und mit der neuen US-Webseite wurde allerdings mehr als doppelt so viel umgesetzt. Die Umsätze stiegen von 22 Mio. Pfund um 120% auf knapp 49 Mio. Pfund. Auch das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich nachhaltig um 59% auf 7 Mio. Pfund.

Da Asos in Frankreich und Deutschland erst Ende Oktober gestartet ist, kann hier zukünftig ebenfalls weiteres Umsatzwachstum erwartet werden. Neue Services wie Marketplace und Fashion Finder, die noch in diesem Jahr gelauncht werden, sollen die Umsatzwachstumsraten auch zukünftig auf einem hohen Niveau halten. „Asos hat eine neue Reise angetreten, vom Online-Store (wenn auch einem recht Großen) zu einer globalen Fashion-Adresse. Ziel ist es, die Besucherzahlen zu steigern und damit zusätzliche Umsätze zu machen”, heißt es in der Pressemitteilung. Mit dem Marketplace gibt Asos kleinen Boutiquen und Designern die Möglichkeit, ihre Produkte zu zeigen und zu verkaufen. Der Fashion Finder soll Mode von Labels zeigen, die Asos nicht unbedingt selbst verkauft, die aber für Asos-Kunden interessant sein könnten. Damit könnte Asos Bereiche im Internet monetarisieren, die bisher nicht abgedeckt wurden.

Bei so guten Zahlen und engagierten Plänen blickt CEO Robertson zuversichtlich auf die zweite Hälfte des Geschäftsjahres und erwartet, dass die Ergebnisse im Bereich der Markterwartungen liegen werden. Insbesondere werde man, in Vorgriff auf künftiges starkes Wachstum, speziell in den Einkaufs-, Logistik- und IT-Bereich investieren.