Sharing is caring! Die angeschlagene Schuhhandelskette bekommt wohl bald einen neuen Minderheitsgesellschafter. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, will ein Münchner Finanzinvestor 25 Prozent erwerben.

Görtz

Görtz bekommt wohl bald finanzielle Hilfe aus München

Nachdem Otto als Investor abgesprungen ist, wird wohl ein anderes deutsches Unternehmen bei Görtz zum Zug kommen. Einem Bericht der WirtschaftsWoche zufolge, soll die Münchner Beteiligungsgesellschaft Afinum eine Minderheitsbeteiligung von 25% beim Hamburger Schuhfilialisten anstreben. Die Görtz-Brüder könnten dann – anders als bei einer Übernahme durch die Osnabrücker HR-Group (Reno) – den Mehrheitsanteil behalten. Der Einstieg von Afinum sei aktuell zwar noch nicht final, könnte aber – wenn es keine weiteren Probleme gäbe – bis Ostern vollzogen werden. Attraktiv ist der Einstieg von Afinum auch deshalb, weil der Finanzinvestor zusätzliches Wachstumskapital zur Verfügung stellen könnte, um das Filialnetz weiterzuentwickeln und das Thema Multichannel-Handel voranzutreiben.

Görtz betreibt in Deutschland rund 170 Filialen und setzte 2013 rund 365 Mio. Euro um. Vor drei Jahren betrieb Görtz noch rund 260 Filialen. Zunehmende Internetkonkurrenz, Preisdruck, verfehlte Sortimentspolitik und ein zu großer Verwaltungsapparat hatten das Unternehmen in die finanzielle Schieflage gebracht und ein hartes Sanierungsprogramm erfordert.

Hinter Afinum, eines der führenden deutschen mittelständischen Beteiligungsunternehmen, stehen die Wirtschaftswissenschaftler Dr. Thomas Bühler und Dr. Gernot Eisinger. Sie investieren vorzugsweise in „gesunde, erfolgreiche Unternehmen des Mittelstands“ aller Branchen.