Zwei JOH-Kaufhäuser gerettet
Moses-Leininger expandiert weiter im Osten und übernimmt mit Gotha und Saalfeld zwei Standorte der insolventen Kaufhauskette aus Hessen. Für die anderen drei JOH-Standorte wird noch eine Lösung gesucht.
Für das Kaufhaus JOH in Gotha geht es weiter
Für zwei der fünf Häuser der insolventen Kaufhauskette JOH wird es weitergehen. Die Moses-Leininger Gruppe aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, hinter der das Unternehmerehepaar Martina und Norbert Wittenberg steht, wird die thüringischen Standorte in Gotha und Saalfeld übernehmen. Alle dort tätigen 89 Mitarbeiter sollen weiterbeschäftigt werden, heißt es.
„Die Geschäftsleitung und ich sind sehr glücklich, dass es uns trotz dieser sehr schwierigen Situation gelungen ist, zunächst zwei JOH Filialen im Osten zu erhalten. Wir freuen uns, dass wir einen Investor gefunden haben, der aus der Branche kommt, den Markt hervorragend kennt und auch für die Standorte zu begeistern war“, so die Insolvenzverwalterin Julia Kappel-Gnirs. Die Moser-Leininger Gruppe ist überzeugt, die Kaufhäuser mit einem ausgewogenen Sortiment und guter Beratung wieder profitabel aufstellen zu können. Die Moses-Leininger Gruppe betreibt neben den Standorten am Unternehmenssitz sowie in Neuenwied auch zwei Häuser im brandenburgischen Straußberg und Fürstenwalde. Zu dem Sortiment gehören neben Living (Porzellan, Kleinelektrogeräte), Reisegepäck, Bücher vor allem auch Damen-, Herren- und Kindermode im mittleren Preissegement mit Marken wie Brax, Biba, bugatti, Betty Barclay, Esprit oder StreetOne an.
Wie es in der Mitteilung heißt, waren die Wittenbergs auch an der JOH-Filiale in Zwickau interessiert, doch die Verhandlungen scheiterten, da der Immobilieneigentümer das Haus verkaufen will. Hier wurde der Räumungsverkauf eingeleitet. Für die hessischen JOH-Standorte Gelnhausen und Friedberg wurde ebenfalls noch keine Lösung gefunden, so dass auch hier der Räumungsverkauf bevorsteht.
JOH hatte im Juni 2013 wegen finanzieller Schwierigkeiten Insolvenz angemeldet und angekündigt, die fünf Standorte im Herbst zu schließen, wenn sich kein Investor findet. Wachsende Onlinekonkurrenz und sinkende Umsätze hatte das Unternehmen in Schieflage gebracht.
Foto: von xavax (selbst fotografiert) [GFDL (https://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons







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