Beim Kaufhaus JOH gehen die Lichter aus
Traditionshaus am Ende: Nach Beendigung des vorläufigen Insolvenzverfahrens wird in den fünf Häusern der Räumungsverkauf eingeleitet. Im September soll dann endgültig Schluss sein. Einige Mitarbeiter hoffen immer noch darauf, dass Investoren einzelne Standorte retten werden.
Das hessische Traditionskaufhaus JOH steht endgültig vor dem Aus und wird seine Filialen in Gelnhausen, Friedberg, Gotha, Saalfeld und Zwickau im September 2013 schließen, das hat der Gläubigerausschuss in der letzten Woche beschlossen. Rund 300 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Ein Interessenausgleich und Sozialplan wurde bereits beschlossen.
Es sei im vorläufigen Insolvenzverfahren nicht gelungen, den „Sanierungskurs aus eigener Kraft erfolgreich zu beenden“, erklärte die Insolvenzverwalterin Julia Kappel-Gnirs. Zwar sei es mit Hilfe des Insolvenzgeldes, das die Personalkosten bis Ende Juni abdeckte, gelungen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, jedoch sei absehbar, dass es der Kette nicht gelingen wird, die langanhaltenden Verluste und hohen Betriebskosten nachhaltig zu reduzieren.
Die Insolvenzverwalterin gibt die Hoffnung für die fünf Standorte jedoch nicht ganz auf. Es habe verschiedene interessierte Investoren für einzelne Standorte gegeben, jedoch sei noch kein Abschluss gelungen. Dennoch dürfen die Mitarbeiter weiter „berechtigte Hoffnungen“ haben.
Die Kaufhauskette JOH, die 2010 ihr 250. Jubiläum feierte, hat Anfang Mai Insolvenz anmelden müssen, da die Kaufhaus-Kette über die letzten Jahre mit sinkenden Umsätzen und gestiegener Konkurrenz durch Online-Anbieter zu kämpfen hatte.
Foto: Archiv








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