Karstadt und seine Nachbeben und kein Ende… Auf Nachfrage bei der Jahrespressekonferenz der Wöhrl AG sagte Gerhard Wöhrl, dass er sich den Verkauf im Paket, wie ihn sich der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg vorstelle, nicht funktionieren könne. Jedoch stehen er und das Kapital seines Unternehmens „Gewehr bei Fuss“ für eine Übernahme. Ob Wöhrl tatsächlich einzelne Filialen übernehmen könnte, hängt vom Ausgang des Verkaufsprozesses Ende April ab. Bis jetzt befindet sich Görg noch mit sechs potentiellen Investoren in „sehr intensiven“ Gesprächen über eine Komplettübernahme. Scheitern die Verhandlungen, droht – ähnlich wie zuvor bei Quelle – die Zerschlagung des Unternehmens. Auch mögliche Schließungen stehen dabei zur Debatte. „Es gibt kein Tabu“, so Kossendey. Wöhrl, der sich auf seine Stiftung „Wöhrl for Kids“ und die Beratung des Vorstandes zurückzieht, hat dem Nachfolger wohl ehrgeizige Umsatzziele gesetzt: In den nächsten drei Jahren gilt es die 400 Mio. Euro-Umsatzmarke zu knacken – vielleicht mit Hilfe von ehemaligen Karstadt Filialen.