Wieder mehr Hoffnung für Karstadt: ein zweiter Interessent meldet sich
Es bleibt spannend bei der Übernahme der insolventen Arcandor-Tochter. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters verriet, dass sich am Freitag ein zweiter Interessent gemeldet haben soll. Wer das ist, darüber schweigen aber alle Beteiligten. Die Datenräume von Karstadt bleiben für die nächste Zeit erstmal weiter geöffnet.
Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg verriet der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass „sich am Freitag ein weiterer interessierter Investor gemeldet“ hätte. Ein formelles Angebot liegt bisher aber nicht vor. Bisher hatte nur der Finanzinvestor Triton ein Kaufangebot eingereicht. Wer der Interessent ist, darüber wird geschwiegen. Finanzkreisen zufolge könnte es sich um das Vermieter-Konsortium Highstreet unter der Führung der Investmentbank Goldman Sachs handeln. Highstreet gehören rund zwei Drittel der 120 Karstadt Häuser. Triton forderte in seinem Angebot finanzielle Zugeständnisse und mehr Flexibilität von den Mitarbeitern und dem Vermieterkonsortium. Daher würde eine Übernahme durch den Vermieter selbst Sinn machen.
Die Frist für die Abgabe eines Angebotes wurde bis zum 28. Mai verlängert. Der von Görg eingesetzte Sanierungsberater Thomas Fox sagte, dass aber kein „Grund zur Eile“ für einen Verkauf bestehe. „Wir stehen unter keinem finanziellen Druck, einen Investor zu finden. Das Geschäft ist durchfinanziert bis Weihnachten.“ versicherte Fox.
Tick Tack: Die Zeit wird knapp. Es ist fünf vor zwölf für einen Verkauf der Karstadt-Gruppe.(Quelle:picapp)
Wenn das so ist, dann könnten die Spekulationen um einen Investor, der allen Beteiligten – also den Mitarbeitern, dem Insolvenzverwalter und dem Vermieter-Konsortium – recht ist, ja ebenfalls andauern bis der Weihnachtsmann kommt. Bis dahin, versucht Görg erstmal den einzigen Investor Triton entgegenzukommen. Am Freitag wurden Betriebsvereinbarungen. bei denen es sich um Anreizsysteme und Qualitätsverbesserungen handelt, gebilligt. Auch die Kommunen spielen eine Rolle im Insolvenzverfahren der Karstadt-Gruppe, denn sie sollen nach dem Willen des Insolvenzverwalters auf die Gewerbesteuern aus einem zu erwartenden Sanierungsgewinn verzichten. Nach Angaben des Sprechers des Insolvenzverwalters seien etwa 70 der 90 Kommunen bereit, auf die Steuer zu verzichten.








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