Man könnte meinen, wer Leute ausstattet, die auf Bergen herumstiefeln und die die Natur lieben, produziert umweltfreundlich. Weit gefehlt - ein Produkttest von Greenpeace zeigt, dass viele Outdoor-Produkte giftige und umweltschädliche Stoffe enthalten.

ie Outdoorbranche gibt sich naturnah, setzt aber bei der Produktion weiterhin auf gefährliche Chemikalien

ie Outdoorbranche gibt sich naturnah, setzt aber bei der Produktion weiterhin auf gefährliche Chemikalien

Der Mensch – eins mit der Natur! Die Werbung vieler Outdooranbieter suggeriert, dass „draußen“ ein Zustand des perfekten Miteinanders besteht. Aber das stimmt so nicht. Greenpeace machte jüngst in mehreren Kampagnen wieder darauf aufmerksam, dass Outdoor nicht gleichzusetzen ist mit Umweltfreundlichkeit. In einem Produkttest mit 40 Produkten (Kleidung, Schuhe, Schlaf-und Rucksäcke) fanden die Umweltschützer in 90% der Fälle per- und polyfluorierte Chemikalien (kurz: PFC). Sie werden verwendet, um Produkte wasserundurchlässig zu machen. Allerdings lösen sich PFCs auf, verschmutzen das Wasser (auch in Gegenden, die Menschen nur selten betreten), sind dabei nicht abbaubar, landen irgendwann im menschlichen Körper, wo sie krebserregend wirken können. „Wir haben hohe Konzentrationen dieses Stoffs unter anderem in Produkten der Marktführer The North Face und Mammut gefunden“, sagt Manfred Santen Santen, Diplom-Chemiker und Experte für Chemie bei Greenpeace. „Dies sind enttäuschende Ergebnisse für Outdoor-Liebhaber, die sich ihre Ausrüstung sauber und umweltfreundlich wünschen.“ Die sollten lieber auf Ausrüstungen von Jack Wolfskin, Vaude, Fjällräven, Paramo, Pyua, Rotauf und R’adys z zurückgreifen, die umweltfreundliche Alternativen im Programm haben. Die PFC-freien Produkte sind zwar nicht so gut schmutzabweisend, aber dafür sauber.

Foto: © Greenpeace / Christian Breitler