Das hatte noch gefehlt! Internationale Vertikale wie Bershka, Forever21 und Reserved haben mittlerweile ihre Claims auf deutschen Einkaufsstraßen abgesteckt. Der britische Modefilialist hatte sich bislang scheu zurückgehalten. Das könnte sich bald ändern.

Topshop eröffnet am 26. Februar seinen ersten kontinentaleuropäischen Flagship-Store in Amsterdam. In der Kalverstraat 48/53 haben die Britten einen fast 1.200 Quadratmeter großen Store angemietet. Auf zwei der drei Etagen soll Damenmode, inklusive der Premium-Linien Boutique und Unique, angeboten werden. Das Untergeschoss ist für die Herren-Kollektionen von Topman und die Menswear-Kollektion LTD reserviert. Ein exklusiver Stylist Service rundet das Angebot der Briten ab. Schwitzke Project begleitete den Markteintritt nach Holland als Generalübernehmer und baute den Highstreet-Store innerhalb von fünf Monaten um. Das inhouse entwickelte Storekonzept orientiert sich an der jungen Zielgruppe der Marke und setzt auf Materialien im Mix und grafische Elemente als Eyecatcher. Die Decken bestehen aus weißen Segeln, Holzvertäfelungen und schwarzen Technikdecken. Durch umfangreiche Stahl- und Rohbauarbeiten wurden die Flächen von zwei benachbarten, ehemals getrennt genutzten Gebäuden zusammengeführt und nahezu stufenfrei miteinander verbunden.

Zur Eröffnung gibt es eine Limited Edition mit einer Hommage aus fünf Designs an die holländische Hauptstadt. Zudem arbeitete Topshop mit dem niederländischen Designer Michael van de Hamm zusammen, der eine limitierte Taschen Edition entwarf, die nun ebenfalls exklusiv im Amsterdamer Store erworben werden kann. Bislang wurde Topshop/Topman in den Niederlanden von 2011 bis 2013 nur über einen Shop-in-Shops im Amsterdamer Concept Store SPRMRKT, und später dann bei der Kaufhauskette de Bjenkorf, verkauft.

Auch in Deutschland ist Topshop bislang nur mit Shop-in-Shops bei ausgewählten Standorten der Karstadt-Gruppe präsent. Online konnte die Marken direkt über die Webseite oder über Zalando bestellt werden. Doch Topshop-Eigner und CEO der dahinterstehenden Arcadia Group Sir Philip Green deutete an, dass sich auch das bald ändern könnte. „Die Eröffnung unseres ersten europäischen Geschäfts ist der Beginn eines sehr aufregenden Expansionsplans für den ganzen Kontinent.“ Hört sich an, als ob die Britten bereits auf der Suche nach größeren Locations in deutschen Metropolen wie Berlin, München, Hamburg, Köln oder Frankfurt sind.

Foto: Topshop / Schwitzke