Bei Hugo Boss soll’s besser laufen
Das erste Quartal verlief für den Edelschneider aus Metzingen mit einem Umsatzplus und einem Ergebnis-Pari recht solide. Doch es herrscht Optimismus, dass es im weiteren Jahresverlauf wieder besser werden wird.
Hugo Boss muskelt sich mit Erfolg ins Womenswear-Segment
„Die Stärke unserer Marke und das Einkaufserlebnis in unseren Einzelhandelsgeschäften machen den Unterschied. Wir werden deshalb auch in diesem Jahr kräftig in unseren Markenauftritt investieren. Wir sind überzeugt, dass unser Wachstum in den nächsten Quartalen wieder stärker ausfallen wird“, so lautet die Kampfansage von Boss-Vorstandschef Dietrich Lahrs. Er will Optimismus verbreiten, denn nach dem Ausstieg von Permira muss sich das Unternehmen umso stärker den Regeln des Finanzmarktes unterwerfen. Das erste Quartal immerhin untermauert die Story von Hugo Boss ein bisschen: Der Umsatz wuchs um 9% auf 668 Mio. Euro (währungsbereinigt: +3%). Bis auf China hatten alle Regionen zum Wachstum beigetragen.
Treiber war wie immer das eigene Retail-Geschäft: Mit gut 1.060 eigenen Läden, Outlets und eigenem eCommerce wurde ein Plus von 6%, flächen- und währungsbereinigt immerhin noch von 3%, eingefahren. Das Wholesale-Geschäft schwächelte hingegen erwartungsgemäß und lag 2% unter dem Vorjahr.
Während der Umsatz mit Menswear um 2% anstieg, wurde bei der immer noch unterrepräsentierten Womenswear ein Plus von 4% verbucht. Die von Jason Wu verantwortete Kernmarke Boss wuchs dabei sogar zweistellig, teilte der Konzern mit.
Stagnation auf der Ergebnisseite
Trotz der guten Entwicklung im Einzelhandelsgeschäft wuchs die Rohertragsmarge nur minimal; auch das operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) blieb aufgrund von Währungseffekten und Investitionen mit 132 Mio. Euro lediglich auf dem Vorjahresniveau. Investitionen in das Filialnetzwerk habe das Ergebnis belastet, begründet das Unternehmen die Stagnation.
Es soll wieder mehr drin sein
Insgesamt rechnet das Hugo Boss Management für das weitere Jahr mit einem wieder stärkeren Umsatz- und Ergebniswachstum und bekräftigt die Prognose, währungsbereinigt im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen zu können. 50 neue Geschäfte sollen dafür das Übrige tun. Für das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) ist eine Steigerung zwischen 5% und 7% auf berichteter Basis geplant.
Foto: Hugo Boss







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