Tom Tailor schraubt Erwartungen nach unten
Weil es nicht so einfach ist... Der hanseatische Modekonzern rechnet angesichts des schwierigen Marktumfelds zwar weiter mit steigenden Umsätzen, aber sinkenden Margen.
Tom Tailor kämpfte im August mit sinkenden Umsätze in den eigenen Läden
Die Tom Tailor Holding AG, die hinter Tom Tailor und Bonita steht, rechnet wie gehabt damit, dass die Jahresumsätze im moderaten einstelligen Bereich auf 945 Mio. bis 955 Mio. Euro steigen werden. Allerdings geht der Vorstand nun von einem geringeren EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) aus. Das bereinigte EBITDA wird wahrscheinlich nur noch zwischen 75 und 80 Mio. Euro liegen. Die EBITDA-Marge sinkt damit unter den Vorjahreswert von 9,4%. Der Hauptgrund für die Anpassungen liegt in den Anlaufschwierigkeiten bei der Inbetriebnahme des neuen Logistiklagers, das zu Verzögerungen bei der Warenauslieferung im dritten Quartal geführt hat. Gleichzeitig bekennt der Konzern, dass sich die „außerordentlich schlechten Marktbedingungen im August“ mit zu viel Wärme und zu wenig Frequenz negativ auf die Retail-Umsätze von Tom Tailor und insbesondere Bonita ausgewirkt haben.
Vertikaler, schneller, besser …
Für die Gruppe steht der bereits im April eingeleitete Prozess zur beschleunigten Vertikalisierung weiter im Fokus, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Flächenproduktivität zu verbessern und auch in schlechten Zeiten glänzend dazustehen. „Wir wissen, dass der Textilmarkt schwierig ist. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir uns durch unsere Strategie der beschleunigten Vertikalisierung und Stärkung der Online-Präsenz dauerhaft am Markt behaupten und weitere Marktanteile gewinnen können. Flankierend werden wir unsere Kostenstruktur optimieren und weiter straffen,“ versprach Vorstandschef Dieter Holzer.
Foto: Tom Tailor







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