Karstadt: Größere Flächen untervermieten?
Vermieter statt Verkäufer? Medienberichten zufolge will die Warenhauskette ein Drittel ihrer Verkaufsflächen an Lebensmittel- oder Drogeriehändler vermieten. Die Beschäftigten bangen um ihre Jobs, doch Karstadt verneint entsprechende Pläne.
Karstadt plant offenbar doch keine Fremdvermietungen in großem Umfang
„Weiterentwicklung Verkaufsfläche“ soll das streng vertrauliche Strategiepapier heißen, das der Rechercheverbund WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung einsehen konnte und das offenbar gravierende Veränderungen für die Warenhauskette Karstadt sondiert. So berichtete die ARD-Sendung Monitor davon, dass geplant sei, ein Drittel der Verkaufsfläche an externe Mieter zu vergeben. Als mögliche Untermieter bzw. Concessions-Nehmer soll Aldi, Rewe, Lidl, dm, Rossmann oder Primark genannt worden sein.
Viele der rund 13.500 Beschäftigten bangen nach diesen Nachrichten um ihre Jobs, die Gewerkschaft Ver.di schlägt Alarm, aber Karstadt beschwichtigt über die Berliner Anwaltskanzlei Schertz Bergmann: „Es gibt keine Pläne für einen Personalabbau.“ Weiter heißt es, „Karstadt vermietet Flächen, um nach dem Prinzip „alles unter einem Dach“ das Waren- und Dienstleistungsangebot für die Kunden zu ergänzen, um die Frequenz in den Warenhäusern zu steigern, um die Nutzungseffizienz der Standorte zu erhöhen (z.B. Verwendung von Nebenflächen als Verkaufsflächen) und auch, um zusätzliche Mieteinnahmen zu generieren. Für die Fremdvermietung gibt es sorgfältig ausgearbeitete Konzepte (…), die von Standort zu Standort unterschiedlich sind. Ziel ist es, mit den ergänzenden Mietern die Filialen in ihrem lokalen Wettbewerbsumfeld zu stärken. Die pauschale und unzutreffende Vermutung über ein Drittel der Verkaufsflächen könne vermietet werden, erweckt die falsche Vorstellung, dass das Warenhauskonzept in der jetzigen Form aufgegeben wird.“
Das Konzept Warenhaus soll nicht aufgeben werden, im Gegenteil: Karstadt bleibe seinem Warenhausprinzip treu und belebe die Warenhauslandschaft mit „einem noch breiteren Waren- und Serviceangebot“, einer „lokalen Ausrichtung der Sortimente“ und die „Stärkung von Beratung und Service“.






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