Auch die erfolgsverwöhnte Marke des hanseatischen Modekonzerns leidet unter den sommerlichen Temperaturen im Herbst. Insgesamt muss der Konzern seine Erwartungen „witterungsbedingt“ nach unten anpassen. Für das Weihnachtsgeschäft bleibt man trotzdem optimistisch.

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Erstmals seit sehr, sehr langer Zeit konnte der Tom Tailor Retail keine satten Zuwächse verbuchen

Nach eigener Einschätzung hat sich die Tom Tailor Group in den ersten neun Monaten 2014 „gut behauptet“, weil Umsatz und Profitabilität weiter gesteigert werden konnten. Wie berichtet verbesserten sich die Umsätze in den ersten drei Quartalen um 3,5% auf 679,1 Mio. Euro.

Die Wholesale-Aktivitäten von Tom Tailor entwickelten sich mit einem Plus von 9,9% auf 249,3 Mio. Euro außerordentlich gut – besser sogar als der bislang erfolgsverwöhnte Tom Tailor-Retail, dessen Umsätze nur um 7,8% auf 188,6 Mio. Euro kletterten. Insbesondere das warme Septemberwetter und der damit einhergehende Frequenzrückgang hatten eine bessere Entwicklung verhindert, denn im dritten Quartal schrumpften die Erlöse sogar (-3,6%). Bei der Tochter Bonita, deren Geschäfte in letzten Quartalen ohnehin nicht von Umsatzzuwächsen geprägt waren, sanken die Umsätze in den ersten neun Monaten um 5,1% auf 241,2 Mio. Euro.

Trotz der durchwachsenen Umsatzentwicklung gelang es dem Konzern die Ergebniszahlen zu verbessern: Das bereinigte EBITDA stieg konzernweit um 20,6% auf 56,9 Mio. Euro. Die berichtete EBITDA-Marge lag bei 8,1% (Vorjahr: 5,6%). Zudem konnte erstmals seit zwei Jahren wieder ein Periodengewinn von 1,8 Mio. Euro ausgewiesen werden. „Die Tom Tailor Group hat ihren Wachstumskurs mit Fokus auf die Profitabilität unbeirrt fortgesetzt und sich auch im branchenweit schwierigen Sommerquartal gut behauptet. Es ist uns dabei gelungen, die Profitabilität weiter zu erhöhen und den Konzern auch unter dem Strich wieder in die Gewinnzone zu führen. Besonders freut uns, dass erstmalig auch Bonita zu der positiven Entwicklung beigetragen hat. Dies bestätigt uns in unserer Strategie, den Fokus bei Bonita weiterhin auf die qualitative Verbesserung des Umsatzes zu legen“, so CEO Dieter Holzer.

Für das vierte Quartal ist man bei der Tom Tailor Group optimistisch gestimmt – zwar ist das Quartal im Oktober verhalten gestartet, aber das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft kommt ja noch. Nichtsdestotrotz wird die ursprünglich ausgegebene Prognose für das Gesamtjahr nicht mehr erreicht werden können: Der Konzernumsatz wird zwischen 925 und 935 Mio. Euro liegen (zuvor 950 Mio. Euro), und die EBITDA-Marge zwischen 9,2 und 9,5% (zuvor rund 10%).