Dicht gemacht und eingemottet: Die insolventen Texilwerke bei Zwickau haben den Betrieb seit Februar eingestellt. Zwar hofft man weiter auf einen Investor, die Chancen dafür stehen aber eher schlecht.

Garnproduktion

Die Glauchacher Textilwerke stehen vor dem endgültigen Aus

Eigentlich war man im Dezember 2010 noch recht zuversichtlich: Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner hatte 25.000 Euro bereitgestellt, um den Betrieb der insolventen TWG Textilwerke Glauchau GmbH bei Zwickau erst einmal fortzuführen. Damit wurden die vorhandenen Aufträge mit rund 20 der 46 Mitarbeiter abgearbeitet. Zusätzlich wurden mit Interessenten erste Übernahmegespräche geführt, um den Standort dauerhaft zu sichern. In der letzten Woche wurde nun aber bekannt, dass die Fertigung seit Februar 2011 still steht, der Betrieb geschlossen, die Maschinen „eingemottet” und die letzten 17 Mitarbeiter entlassen wurden. Der Sprecher des Insolvenzverwalters erklärte, dass es zu wenige Aufträge gegeben hätte und die Stilllegung „unvermeidlich“ war.

Die Hoffnungen darauf, dass ein Investor gefunden wird, sind trübe. Man hofft, dass wenn sich ein Investor für die Schwestergesellschaft im fränkischen Mainleus, der Kulmbacher Spinnerei, findet, auch die Textilwerke Glauchau gerettet werden könnten. Die Suche nach einem Investor gestaltet sich allerdings schwierig, da das wirtschaftliche Umfeld ist aufgrund gestiegener Rohstoff- und Energiepreise eher unvorteilhaft ist.

Die bei Zwickau ansässigen Werke hatten im Rahmen der Lohnfertigung für die Kulmbacher Spinnerei Spezialgarne für die Kleidungs- und Automobilindustrie sowie technische Spezialgarne für verschiedene industrielle Anwendungen gefertigt.