Das letzte Einhorn muss nun auch seinen Platz räumen. Der Betrieb des insolventen Hemdenherstellers Einhorn wird eingestellt. Alle 65 Mitarbeiter werden entlassen. Es gibt jedoch drei unbenannte Interessenten für die Übernahme der Marke.

Einhorn

Einhorn Hemden könnten nach dem Insolvenzverfahren eine Seltenheit sein

Das Schicksal der Einhorn Hemdenfabrik ist besiegelt: Das Unternehmen wird stillgelegt. 65 Mitarbeiter des insolventen Hemdenherstellers in Kirchentellinsfurt erhalten in den nächsten Tagen Kündigungen. Der Großteil wird dann sofort von der Arbeit freigestellt, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Jürgen Sulz am Dienstag bei einer Betriebsversammlung mit. Nur ein minimaler Teil der Belegschaft wird bis Febrauar 2011 noch für Restauslieferungen der Kollektion Frühjahr/Sommer 2011 angestellt sein. Am 1. November wird das Insolvenzverfahren beginnen.  Aber schon diese Woche sollen Verhandlungen über Interessenausgleich und Sozialplan aufgenommen werden.

Sulz begründete das unrühmliche Ende so: „Das Unternehmen war in der jetzigen Form nicht weiterzuführen und mit dem vorhandenen Konzept nicht als Ganzes zu verkaufen“. Sulz erwähnte jedoch, dass es drei Interessenten für die insolvente Firma gäbe, die jedoch nur 10 bis 15 Mitarbeiter übernehmen wollen. Wer die Interessenten seien, verriet er allerdings nicht. „Ab 1. März wird hoffentlich der neue Markeninhaber das Label weiterführen. Was darüber hinaus geschieht, ist nicht bekannt.“

Die Einhorn Mode Manufaktur GmbH & Co. KG hatte Mitte August einen  Insolvenzantrag gestellt, da es  nach eigenen Angaben durch den Verlust seines wichtigsten Lizenzgebers zur Fertigung und zum Vertrieb von Hemden der Marke Tommy Hilfiger in Schwierigkeiten geraten war.

Foto: Einhorn