Aufi geht’s: Umsatz- und Beschäftigungskennzahlen liegen laut aktuellem Konjunkturbericht unter den Vorjahreswerten und positive Impulse bleiben bislang aus. Trotzdem bleibt die deutsche Textil- und Bekleidungsbranche positiv gestimmt.

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Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie hadert aktuell mit sinkenden Umsätzen, Auftragseingängen und Beschäftigungszahlen und bleibt aber trotzdem optimistisch… irgendwie

Es ist keine Besserung in Sicht, im Gegenteil: Der stagnierende bis leicht rückläufige Trend zum Jahresanfang setzt sich auch im zweiten Quartal weiter fort. Vor allem die Umsätze in der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie lagen unter den Vorjahreswerten, konstatiert der Branchenverband Textil+Mode (t+m) in seinem aktuellen Konjunkturbericht. Im März lag der Branchenumsatz 5,6% unter dem ersten Quartal 2012 (Textil: -4,8%, Bekleidung. -6,6%). Verbesserungen gab es lediglich in den Bereichen Heimtextilien sowie Arbeits- und Berufsbekleidung sowie Strumpfwaren. Sowohl im Textil- als auch Bekleidungssegment sei der saisonbereinigte, kurzfristige Trend „noch stabil“, allerdings deutlichen Schwankungen unterworfen. Aufgrund der Zahlen aus dem ifo-Konjunkturklimaindex und den internen t+m-Mitgliederumfrage rechnet der Verband dennoch mit einem stabilen Jahresverlauf in 2013.

Geschäftsbeurteilung Textil und Bekleidung Mai 2013

Irgendwann muss es aufwärts gehen, warum nicht jetzt: Die Textil- und Bekleidungsbranche ist trotz negativer Sachlage optimistisch

Positive Impulse gibt es kaum, auch nicht aus dem Einzelhandel, der aktuell immer noch mit schlechtem Wetter und Streiks zu kämpfen hat. Im Bekleidungssegment sank der Umsatz im ersten Quartal um 3,7% zurück, während der gesamte Einzelhandel im selben Zeitraum um 0,4% zulegen konnte. Der Außenhandel sank bei Textilexporten und –importen ebenfalls um 2,5% bzw. 1,7%. Auch hier schnitt das Bekleidungssegment schlechter ab als das Textilsegment. Die Beschäftigung liegt ebenfalls unter dem Vorjahr und ging in der Textilbranche um 1,6% und in der Bekleidungsbranche um 2,4% zurück. Die Auftragseingänge, die allerdings nur bedingt Rückschlüsse auf die zukünftige Umsatzentwicklung zulassen, sind weiter rückläufig: Im ersten Quartal sanken sie im Textilsektor um 4,4% und im Bekleidungssektor um 7,9%. Insbesondere im Februar musste die Bekleidungsbranche mit einem Minus von 11,2% gegenüber dem Vorjahresmonat einen besonders gravierenden Rückgang verbuchen. Auch von Seiten der Erzeugerpreise ist keine Entlastung zu erwarten. Die Preise blieben zwar relativ stabil, aber belasten die Unternehmen zusammen mit den Währungseffekten und den zu erwartenden Strompreiserhöhungen zunehmend.

Foto: Fa.Kettelhack, Rheine  via Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie // Graphik: Verband Textil + Mode