Auch wenn die Börsen wanken und zittern, ist die Zeit für Verkäufe von eCommerce-Unternehmen so günstig wie nie. Auch die Leipziger DIY-Clothing-Manufaktur erwägt einen Verkauf.

Spreadshirt_CEO_Philip Rooke

Philip Rooke sondiert die Exit-Optionen für Spreadshirt

Die in Leipzig ansässige sprd.net AG prüft nach dem kürzlich angekündigten Börsengang des US-amerikanischen Spreadshirt-Vorbilds CafePress Inc. ebenfalls einen Verkauf. Das bestätigte Spreadshirt-CEO Philip Rooke gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Rooke beobachte genau, wie die Reaktionen auf den Internet-Börsenneuling ausfallen. Mehrere Käufer – sowohl Private Equity Investoren als auch Mode- und Textilunternehmen – hätten aber auch für das Leipziger Unternehmen Interesse angemeldet. „Wir haben mehrere verschiedene interessierte Parteien, die derzeit mit unseren Shareholdern sprechen“, erklärte Rooke, ohne Namen zu nennen.

Auch bei den Zahlen hält sich Rooke bedeckt: Während der Konkurrent Cafepress seine Zahlen im Börsenprospekt veröffentlichte, verwies Rooke lediglich darauf, dass Spreadshirt mittlerweile profitabel arbeite. Im Geschäftsjahr 2009 wies das Unternehmen noch einen Fehlbetrag von 4,26 Mio. Euro aus. Spreadshirt erlöst den Großteil seines Umsatzes nicht mit Endkunden, die ihre T-Shirts nach ihren Vorstellungen customizen, sondern mit sog. Shop- und Affiliate-Partnern.

Fotos: Spreadshirt