Bewusster Medienbruch: Das Leipziger Onlineunternehmen wagt ihn und will seinen Kunden durch einen 40-seitigen Papierkatalog dazu bewegen, doch im Netz zu bestellen.

Verkehrte Welt: Spreadshirt geht vom Online-Handel nun über zum Print-Medium

Spreadshirt, der Onlineversand für personalisierte Kleidung, gibt zum ersten Mal in der 8-jährigen Firmengeschichte einen Printkatalog heraus.Die erste Ausgabe der „Spreadshirt Kollektion“ hat 40 Seiten und umfasst Produktneuerungen sowie Geschenkideen für Weihnachten. Ein Bestellformular gibt es nicht. Stattdessen jede Menge Verweise auf die entsprechenden Internetseiten.

Brand Manager Andreas Milles erklärte: „Kunden holen sich offline Anregungen und kaufen online. Bei knapp 150 Artikeln und 200.000 Motiven ergeben sich Millionen von Kombinationsmöglichkeiten. Da erschließt sich nicht jedem Kunden sofort, wie man bei uns ein Produkt am besten mit einem Motiv kombiniert.“Aus diesem Grund wird die klassische Produktvorstellung um spezielle Elemente wie die besten Schriftarten zum Bedrucken von T-Shirts, 30 verschiedene „I heart“ Symbole oder eine Auswahl von Spreadshirt Marktplatzmotiven ergänzt. Der Katalog soll Inspiration und Anleitung zugleich sein. Ab kommender Woche wird die “Spreadshirt Kollektion” Bestellungen beigelegt und an Kunden versendet. Läuft der Test erfolgreich, sind für das Frühjahr weitere Ausgaben geplant.

Das 2005 in Leipzig gegründete Unternehmen beschäftigt 250 Mitarbeiter. Spreadshirt beliefert Kunden in Europa und den USA. Nach eigenen Angaben hat der Versender weltweit mehr als eine halbe Millionen Shop-Partner.

Foto: spreadshirt