SinnLeffers tut Wöhrl gut
Schwarze Zahlen: Für das Geschäftsjahr 2013/14 kann der Nürnberger Modehändler Positives vermelden. Nach der Übernahme von SinnLeffers Anfang 2013 schreiben die Franken wieder schwarze Zahlen. Weitere Optimierungen in der Zusammenarbeit sind in Planung, um das Ergebnis weiter zu verbessern.
Wöhrl macht sich – vor allem mit Hilfe von SInnLeffers
Das Traditionshaus Rudolf Wöhrl AG konnte im Geschäftsjahr 2013/14 (01.08.2013 – 31.07.2014) Umsatz und Ergebnis deutlich verbessern. Die Verkaufserlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr von 324,3 Mio. Euro auf 332,0 Mio. Euro. Der Nettoumsatz blieb mit 270,1 Mio. Euro konstant. Deutliche Verbesserungen wurden bei den Ergebniszahlen erreicht. Der Rohertrag verbesserte sich um 6,5 Mio. auf 131,7 Mio. Euro, die Marge von 46,4% auf 48,8%. Das EBITDA wurde von 5,0 Mio. auf 11,6 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Das EBIT erreichte 6,4 Mio. Euro, nachdem im letzten Jahr gerade mal so eine schwarze Null erreicht worden war. Das Konzernergebnis fiel mit 1,4 Mio. Euro endlich wieder schwarz aus (Vorjahr: -5,1 Mio. Euro). „Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres ist für uns ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg nach vorne. Als Etappenziel sind wir damit auch zufrieden, doch wir können mehr und werden alles daran setzen, in den kommenden Jahren weiter zuzulegen“, äußert sich Olivier Wöhrl, Vorstandsvorsitzender der Rudolf Wöhrl AG, zufrieden über die Entwicklung. Für das laufende Jahr rechnet er aufgrund geringerer Investitionen mit einem verbesserten Cashflow sowie einem Ergebnis mindestens in Höhe des Vorjahreswertes – wenn der Nettoumsatz konstant bleibt. Die anhaltende Frequenzschwäche und Wetterkapriolen stellen das größte Risiko dafür da.
Vor allem die Zusammenlegung der administrativen Bereiche (u.a. Einkauf, Rechnungswesen, IT, Marketing) der Modehäuser von SinnLeffers und Wöhrl konnte den Gewinn deutlich erhöhen. Weitere Schritte nach der Übernahme durch Wöhrl Anfang 2013, bspw. durch die gemeinsame Dienstleistungsgesellschaft, sollen das positive Ergebnis weiter verbessern, wobei die SinnLeffers GmbH weiterhin als eigenständiges Unternehmen und Marke am Markt bestehen bleiben soll. Einkauf und Logistik werden ab diesem Frühjahr über ein einheitliches Warenwirtschaftssystem abgewickelt, um so Warenbestände besser zu planen und zu steuern. Darüber hinaus erfolgte zum Jahresanfang die Zusammenführung der Logistikcenter von SinnLeffers und Wöhrl in einer zentralen Logistikgesellschaft.
Investiert wird auch in neue, moderne Flächen und Häuser. Das Haus in Dresden wurde komplett modernisiert, Bamberg neu eröffnet. Im laufenden Jahr wurden auch die Filialen im OEZ München und Schweinfurt erneuert. Eine Neueröffnung ist in Aschaffenburg geplant. Darüber hinaus soll das stationäre Angebot mit Online-Angeboten weiter verzahnt werden.
Foto: Wöhrl







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