Schwacher Juni verhagelt Umsatzbilanz für das erste Halbjahr
Gar nicht mal so übel: Die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Textilhandelsverbandes vermelden für das erste Jahr ein Umsatzplus. Allerdings hätte das Umsatzwachstum noch besser ausfallen können, wenn es im Juni etwas sommerlicher gewesen wäre.
Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) teilte heute mit, dass die meisten Mitgliedsunternehmen mit ihren Umsätzen im ersten Halbjahr sehr zufrieden sind. Bis Ende Mai konnten deutlich bessere Umsätze erzielt werden als in den Vergleichswochen des Vorjahres. Dann allerdings dämpfte der relativ feuchte Juni die aufkommende Begeisterung. Zum 30. Juni 2011 liegt der Gesamtumsatz der Branche um 3 Punkte über dem Vorjahr.
Ungewöhnlich war, dass Herrenbekleidung mit einem Plus von 6 Punkten etwas besser abschnitt als Womenswear (+5 Punkte) – offensichtlich ließen sich die Herren trotz Regen nicht davon abhalten, Sommerware zu kaufen. Insbesondere Hosen, jeans und Hemden waren der Renner. Bei den Damen waren ebenfalls Jeans, Hosen und Blusen und in den ersten Wochen sogar Lederbekleidung stark gefragt. Bei Kinderkonfektionen wurde weniger gekauft (-4 Punkte).
Auffällig waren auch die Unterschiede nach Standorten und Betriebsgrößen: Die Platzhirsche, also große Einzelhäuser in 1A-Lagen machten in den ersten sechs Monaten mehr Umsatz als in der Vorjahresperiode. Kleinere Filialisten und Geschäfte in Nebenlagen machten recht unterschiedliche und wechselhafte Erfahrungen. Erfolgreich war, wer ein glückliches Händchen beim Einkauf hatte, die Trends erkannte und Einkaufslimits zum Nachkauf freihielt.
Für die zweite Jahreshälfte ist der Handel „gedämpft optimistisch“ – was bei dem Juli-Wetter nicht wirklich verwundert. Trotz der hohen Vorlagen aus dem letzten Herbst glaubt der Handel, – die anhaltend gute Wirtschafts- und Beschäftigungslage unterstellt – den Vorsprung der ersten sechs Monate auf das Gesamtjahr zu übertragen können.
Foto: via flickr






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