Für mittelständische Händler war 2009 nur mau
Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel? Laut einer Studie des BTE konnten inhabergeführte, mittelständische Textil- und Bekleidungshändler in 2009 ein Umsatzplus erwirtschaften, das sich auch positiv auf das Betriebsergebnis auswirkte. Dennoch bleibt die Rendite sehr bescheiden.
Ist der Handel auch noch so klein... viel Rendite bringt er nicht ein
Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) hat beim Berliner FfH-Institut eine Jahresbetriebsvergleichsstudie in Auftrag gegeben. In dieser Studie wurden im Sommer über hundert Textilfachgeschäfte aus fünf Textilbranchen mit einem Durchschnittsumsatz von 2,3 Mio. Euro befragt. Die Ergebnisse sind eher ernüchternd: Die teilnehmenden Händler konnten in 2009 einen Umsatzzuwachs von 3,6% erzielen. Dieses Plus wirkte sich auch auf das Betriebsergebnis aus, das mit 1,1% um über einen halben Prozentpunkt höher lag als in 2008 (0,5%). Der Netto-Betriebshandelsspanne von 40,0% standen in 2009 Kosten von 38,8% (inkl. 5,7% kalkulatorischer Unternehmerlohn) gegenüber. Positiv entwickelt haben sich dabei vor allem die Fremdpersonalkosten, die von 15,0 auf 14,0 Prozent fielen. Leicht gestiegen sind dagegen die Mietkosten, während alle anderen Kostenpositionen etwa auf Vorjahresniveau blieben.* Dabei konnten die teilnehmenden Heimtextilgeschäfte günstigere Kosten- und Ertragspositionen erreichen als die Unternehmen aus dem Bekleidungsbereich. Allerdings schnitten Heimtextilien bei der Raumleistung eher unterdurchschnittlich ab.
Der BTE ist der Meinung, dass die Rendite bei mittelständischen Mode- und Textilhandelsunternehmen „mäßig und deutlich niedriger als bei den Vorstufen“ ist. Dies ist insbesondere deshalb problematisch, da die Erträge nicht hoch genug sind, „um größere Investitionen vorzunehmen und ein Polster für schwierigere Zeiten zu bilden“, so das Fazit des BTE.
* Aufgrund der nicht identischen Teilnehmer(zahl) sind die Daten von 2008 und 2009 allerdings nur eingeschränkt vergleichbar.




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