Schlechter Start mit Frühlingsmode
Mund abwischen und weiter geht’s: Auch wenn das Geschäft mit der Frühjahrsmode schlecht lief, sollen Modehändler nicht mit überstürzten Sale-Aktionen versuchen, die Frühjahrsware loszuschlagen. Stattdessen sollten Händler stärker den Saisonstart mit Sommermode propagieren, rät der Handelsverband BTE.
Sommer statt Sale: Händler sollten sich vom Preiswettbewerb entfernen und lieber Kundeninteresse wecken
In den meisten Modehäusern lief das Geschäft mit Frühjahrsmode schlecht an. Grund war der nicht enden wollende Winter, der dazu führte, das Kunden lieber in bereits eingetragenen warmen Wollpullis und Mänteln verharrten und nicht viel Interesse an neuen Modethemen zeigten. Auch das Ostergeschäft brachte nicht den erhofften Durchbruch. Zusätzlich fehlten im Vergleich zu 2012 zwei Verkaufstage. Damit lagen die Umsätze fast überall unter denen des Vorjahres. Der BTE rechnet damit, dass es im Laufe des Jahres immer schwieriger wird, die verlorenen Umsätze wieder aufzuholen.
Fokus auf neue Ware statt Reduzierungsmarketing
Darüber hinaus sind die Lager immer noch gut gefüllt, während die neuen Sommerkollektionen bereits in den Startlöchern warten. Damit steigt der Druck, die „alte“ Frühjahrs- und Übergangsware mit Sale-Aktionen loszuschlagen. Auch wenn es im April an der Preisfront bislang noch relativ ruhig war, rechnet der BTE damit, dass die Preisreduzierungen jetzt kommen werden. Der Branchenverband appelliert dringend an die Händler, dass diese Reduzierungen mäßig ausfallen und auf keinen Fall den Eindruck erwecken sollten, dass bereits jetzt Sommerware reduziert werde. Lieber sollten Händler stärker den Start in die „echte“ Sommersaison propagieren, etwa mit deutlich veränderten Warenbildern. Hier verschenken viele Händler noch Potential, da oftmals die Zwei-Saison-Betrachtung vorherrscht, obwohl es ja bekannterweise mehr Jahreszeiten und noch mehr Auslieferungstermine gibt.







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