Rosner rutscht wieder in die Insolvenz
Oops, it happened again... Wegen Liquiditätsproblemen hat der DOB-Hosenspezialist aus Ingolstadt erneut Insolvenz anmelden müssen. Dabei hatte es den Anschein gemacht, als ob mit neuer Führung und neuem Konzept alles besser werden würde.
Rosner macht sich erneut auf die Investorensuche
Der Ingolstädter Hosenanbieter Rosner steht wieder dort, wo er vor über drei Jahren schon einmal stand – vor den Türen des Amtsgerichts Ingolstadt. Dort hat das Unternehmen am vergangenen Dienstag erneut einen Insolvenzantrag stellen müssen. Der Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl von der Nürnberger Kanzlei Beck & Partner wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Sanierungsexperte verschaffte sich schnell einen Überblick über die Lage des Unternehmens und sprach bereits mit potentiellen Investoren.
Von der Insolvenz sind rund 60 Mitarbeiter betroffen. Kündigungen sind vorerst keine geplant, denn die Bezahlung ist durch das Insolvenzgeld gesichert. Der Betrieb soll wie gehabt weiterlaufen. Viele Lieferanten zeigten sich bereit, trotz der schwierigen Situation, weiter zu produzieren, so dass die Liefertermine eingehalten werden und die neue Kollektion termingerecht fertiggestellt wird.
Rosner hatte im Oktober 2009 schon einmal Insolvenz anmelden müssen und wurde vom Hamburger Modeanbieter Wolff & Olsen übernommen. Anfang 2012 stieg die Bayrische Beteiligungsgesellschaft (BayBG) mit einem Anteilspaket von 43,5% beim Unternehmen ein. In den letzten drei Jahren versuchte sich der Hosen-Spezialist neu zu positionieren – mit einem moderneren, komplett überarbeiteten Markenauftritt und einem neuen Shop-Konzept. Damit konnten zwar neue Kunden gewonnen werden, aber offenbar nicht genug…
Foto: Rosner







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