Rekordjahr für Prada
Erfolgreicher Börsenneuling: Das italienische Modehaus kann sich rund neun Monate nach dem Börsengang in Hongkong über kräftige Umsatzsteigerungen und einen Rekordgewinn von mehr als 431 Mio. Euro freuen.
Eine lohnende Strategie: Prada setzt auf eigene Läden und sieht in Europa dafür noch Potential
Da Mailänder Modehaus Prada kann stolz sein auf den ersten Jahresabschluss nach dem Börsengang im Juni letzten Jahres, denn es war der beste in der Unternehmensgeschichte.
Die Nettoumsätze stiegen im Geschäftsjahr 2011/12 (Stichtag: 31. Januar 2012) um 25% auf 2,523 Mrd. Euro. Dabei entpuppte sich das Retailgeschäft, das mit 1,427 Mrd. Euro mittlerweile mehr als drei Viertel des Gesamtumsatzes (78%) ausmacht, mit Zuwächsen von 38% als Wachstumstreiber. Flächenbereinigt stiegen die Erlöse in den eigenen Stores um 23%. Zu Ende Januar 2012 betrieb die Gruppe insgesamt 388 Stores (davon 245 Prada und 94 Miu Miu Stores), und damit netto 69 mehr als im Vorjahr. Rund zwei Drittel der Eröffnungen erfolgten in Europa, da die Gruppe den “alten Kontinent” aufgrund der Luxus-Shopping-Touristen aus Fernost noch nicht als gesättigt ansieht. Das Wholesale-Segment verlor aufgrund einer selektiveren Herangehensweise zwar 5%, was aber weniger war als ursprünglich erwartet. Wie bisher waren die Kernmarke Prada mit 2,0 Mrd. Euro und Miu Miu mit 441 Mio. Euro Umsatz die Zugpferde. Insbesondere Lederwaren waren dabei besonders gefragt: Die Umsätze damit stiegen um 41% auf über 1,4 Mrd. Euro, danach folgten Schuhe mit 560 Mio. Euro (+11%) und Ready-to-Wear mit 513 Mio. Euro (+6%).
Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich von 418 Mio. auf 629 Mio. Euro. Das Nettoergebnis belief sich auf den Rekordwert von 431,9 Mio. Euro, was einem Plus von 72% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Zu Recht ist Patrizio Bertelli, Prada-CEO, überzeugt von seiner Strategie, deren Fokus auf Investitionen in die Marken und Einzelhandelsgeschäft lag. Die Strategie soll der Gruppe auch in Zukunft weitere Zuwächse bescheren und Pradas Position als führender Luxus-Anbieter weiter stärken.
Foto: Prada





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