Quelle ist wieder da
Fad-sprudelndes Comeback im Netz: Das Traditionsversandhaus, die im Zuge der Arcandor-Insolvenz zerschlagen wurde, geht unter dem Dach der Otto Group wieder an den Start – mit einem reduzierten Sortiment und ausführlichen Kategoriebeschreibungen.
Die Hamburger Otto Group hat der deutschen Traditionsmarke Quelle wieder neues, allerdings nur digitales Laben ein. Der hanseatische Konzern hatte sich im Jahr 2009 die Rechte am ehemaligen Fürther Rivalen gesichert und den Relauch der Marke für den Sommer 2011 angekündigt. Seit Mittwoch also ist die Marke nun wieder unter www.quelle.de auffindbar – als reiner Onlinemarktplatz für Elektronikartikel, Garten- und Heimwerkerbedarf, Einrichtungsgegenstände und Sport- und Hobbyequipment. Mode gibt es nicht. Aktuell gibt es rund 250.000 Artikel. In Kürze soll das Sortiment bald 1 Mio. Artikel umfassen.
Kein eigener Warenversand
Quelle fungiert dabei nicht als eigener Warenversand, sondern als Portal für kooperierende Händler. Gegen eine Provision übernimmt Quelle.de die Bestellabwicklung, den Kundensupport, die Zahlungsabwicklung und das Marketing.
Beim Marketing setzt Geschäftsführer Tim von Törne wohl hauptsächlich auf digitale Initiativen. So wird jede Produktkategorie mit ausführlichen Texten beschrieben: „Eine sehr nützliche Anschaffung für Menschen, die häufiger nicht zuhause sind oder nicht erreichbar sein wollen, ist sicherlich der Kauf eines Anrufbeantworters. Dieser nimmt Anrufe entgegen und speichert das Telefonat ab. So kann man später die eingegangenen Gespräche abhören…“ – Aha, wer hätte das gedacht. Oder auch schön: „Wer Bettdecken zu wirklich günstigen Preisen sucht, ist hier auf der richtigen Seite. Zu einem gesunden Schlaf gehören ein solides Bett und ein guter Lattenrost…“. Hinter den 260 bis 280 Wörter umfassenden Texten handelt es aber nicht um die Belehrung etwas begriffsstutziger Kunden aus dem Katalog-Bestellzeitalter, sondern um ausgeklügeltes SEO (Search Engine Optimization), um auf Google & Co. zu bestimmten Kategoriebegriffen besser gefunden zu werden.
Start-up mit ambitionierten Zielen
Quelle selbst sieht sich als unabhängiges Start-up. Von der neuen Konzernmutter agiert das Unternehmen mit aktuell etwa 30 Mitarbeitern weitgehend unabhängig in Hamburg-Eppendorf. Als erstes Umsatzziel strebt Tim von Törne einen „dreistelligen Millionenbetrag“ an.








das ist klasse und freut nicht nur mich. dank großer an otto. bin gespannt wie es sich entwickelt. gute ideen. es geht aufwärts hurra. gruß